G9 für alle Schüler in Baden-Württemberg: Volksantrag gescheitert!

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Volksantrag für G9 in Baden-Württemberg gescheitert: 27.000 Unterschriften, jedoch nicht genug für Landtagsbefassung.

Volksantrag für G9 in Baden-Württemberg gescheitert: 27.000 Unterschriften, jedoch nicht genug für Landtagsbefassung.
Volksantrag für G9 in Baden-Württemberg gescheitert: 27.000 Unterschriften, jedoch nicht genug für Landtagsbefassung.

G9 für alle Schüler in Baden-Württemberg: Volksantrag gescheitert!

In Baden-Württemberg gibt es erneut Diskussionen rund um das Thema Schule und Bildungswege. Am 3. Januar 2026 wurde bekannt, dass ein Volksantrag zur Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) für ältere Schüler gescheitert ist. Die Initiative sammelte zwar rund 27.000 Unterschriften, brachte jedoch nicht die benötigten 40.000, um den Landtag zur Behandlung des Anliegens zu bewegen. Die Elterninitiative forderte die Möglichkeit, G9 für alle Kinder an Gymnasien einzuführen, die dies wünschen. Marita Raschke, eine der Initiatoren, äußerte ihre Enttäuschung über das Ergebnis und betonte, dass das Ziel der Initiative gewesen sei, den älteren Schülern zwischen G8 und G9 eine Wahlmöglichkeit zu bieten.

Die grün-schwarze Koalition hat zwar angekündigt, schrittweise zum G9 zurückzukehren, beginnend mit den Klassen fünf und sechs im Schuljahr 2025/2026, jedoch werden die älteren Jahrgänge von dieser Umstellung nicht profitieren. Ein vorher eingereichtes Volksbegehren wurde aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken vom Innenministerium abgelehnt. Auch der überarbeitete Antrag der Elterninitiative, der einen breiteren Ansatz verfolgte, fand beim Verfassungsgerichtshof nicht die erhoffte Zustimmung. Das Gericht befand, dass die Antragsteller nicht berechtigt waren, den Antrag zu stellen, da sie nicht als Vertrauensleute benannt wurden, wie beck.de berichtet.

Gescheiterte Volksbegehren

Bereits im Oktober 2023 hatten andere Gruppen versucht, einen Volksantrag zur Einführung eines G9 für alle Klassen einzureichen. Doch auch dieses Unterfangen wurde im April 2024 vom Landtag abgelehnt, obwohl eine Einigung über eine schrittweise Einführung für die unteren Klassen erzielt werden konnte. Das aktuelle Volksbegehren wurde am 18. Juli 2025 abgelehnt, was von der Initiative als massiver Gegenwind betrachtet wird. Diese Umstände zeigen, dass die Thematik rund um das G9 und die Schulstruktur im Land nicht nur den Eltern, sondern auch den politischen Akteuren Kopfzerbrechen bereitet. Die Initiative nimmt den Misserfolg trotz allem sportlich und plant, an ihre Forderungen weiter zu arbeiten.

Die Herausforderungen, die die Elterninitiative meistern muss, liegen vor allem in den formalen Vorgaben der gesetzlichen Einreichung von Volksbegehren und den politischen Rahmenbedingungen. Letztendlich könnte dies langfristige Auswirkungen auf die Bildungspolitik in Baden-Württemberg haben, da immer mehr Stimmen nach einer flexibleren und auf die Bedarfe der Schüler abgestimmten Schulbildung rufen. Der Druck auf die grün-schwarze Koalition wächst, denn die Frage, ob die Rückkehr zum G9 eine realistische Option für alle Klassen ist, bleibt offen.

Für die Schüler, die aktuell auf eine Änderung hoffen, stellt sich die Frage: Wie geht es nun weiter? Der Beschluss zur Einführung von G9 ab dem nächsten Schuljahr betrifft vorerst lediglich die Jahrgänge in den Klassen fünf und sechs, während ältere Schüler weiterhin im G8-System verbleiben müssen. Die zukünftige Entwicklung wird zeigen, ob die Elterninitiative ihre Ziele durch einen nächsten Anlauf verwirklichen kann. Viel bleibt spannend in der baden-württembergischen Bildungslandschaft. Mehr Details dazu gibt es in einem Überblick über das Geschehen bei SWR.