Karlsruhe spricht klar: Stadtwerke-Chef Heidt verliert letzte Berufung!

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Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Entlassung des Pforzheimer Stadtwerke-Geschäftsführers Roger Heidt aufgrund von Untreue bestätigt.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Entlassung des Pforzheimer Stadtwerke-Geschäftsführers Roger Heidt aufgrund von Untreue bestätigt.
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Entlassung des Pforzheimer Stadtwerke-Geschäftsführers Roger Heidt aufgrund von Untreue bestätigt.

Karlsruhe spricht klar: Stadtwerke-Chef Heidt verliert letzte Berufung!

Die Stadtwerke Pforzheim sind in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, und das nun endgültig: Der aktuelle Fall um den ehemaligen Geschäftsführer Roger Heidt hat einen weiteren fulminanten Abschluss gefunden. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die fristlose Entlassung von Heidt aus dem Jahr 2019 rechtskräftig bestätigt. Das Gericht sah keine anderen Optionen als die, die Entscheidung des Landgerichts zu bestätigen und wies die Berufung zurück.

Das Drama um Heidts Entlassung begann im Jahr 2018, als ein Abteilungsleiter aufgrund eines dramatischen Gewinnrückgangs von 10 Millionen Euro auf gerade mal 1 Million Euro alarmierte. Heidt und sein Co-Geschäftsführer wurden jedoch nicht informiert, was schließlich zur Entlassung führte. Udo Burgermeister, der Vorsitzende Richter, machte deutlich, dass Geschäftsführer in der Pflicht stehen, den Aufsichtsrat über derartige Entwicklungen zu informieren. Der Rückzug von Heidts Anwalt Andreas Pentz nach sieben Jahren Rechtsstreit zeigt, dass der wirtschaftliche Druck offenbar die Optionen des ehemaligen Chefs begrenzte.

Rechtsstreitereien und neue Herausforderungen

Doch das ist längst nicht alles. Heidt war nicht der einzige Geschäftsführer der Stadtwerke Pforzheim, der vor Gericht landete. Auch Herbert Marquard, ein weiterer ehemaliger Geschäftsführer, sieht sich Compliance-Vorwürfen und einem laufenden Ermittlungsverfahren ausgesetzt, wie die Pforzheimer Zeitung berichtet. Marquard wurde ebenfalls im Januar 2019 entlassen und hat bislang gegen seine Kündigung gekämpft. Der gescheiterte Rechtsstreit sorgt für weitere Unsicherheiten in den Stadtwerken.

Ein Blick auf die Aufklärung der Vorwürfe macht deutlich, dass es hier um mehr geht als bloße Kündigungen. Seit 2023 ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue gegen den ehemaligen Chef der Stadtwerke, da dieser mutmaßlich keine Alternativangebote für den Bau einer Beleuchtung am Schornstein des Heizkraftwerks eingeholt haben soll. Diese Entscheidung führte zu unnötig hohen Kosten, und die Beleuchtung kann aufgrund gesetzlicher Vorschriften nur eingeschränkt genutzt werden, was die Stadtwerke in eine schwierige Lage bringt. Darüber hinaus wird auch gegen einen Prokuristen des beauftragten Unternehmens ermittelt, während die Ermittler die Geschäftsräume der Stadtwerke durchsuchten und die gesuchten Unterlagen freiwillig bereitgestellt wurden. Wie die SWR Aktuell berichtet, dauern die Sichtungsarbeiten noch an.

Vertrauen und Schadensersatzansprüche

Ein weiterer Punkt, der zur zu beunruhigenden Lage der Stadtwerke Pforzheim beiträgt, ist der Verzicht auf Schadensersatzansprüche. Trotz der Vorwürfe wurde von der damaligen Leitung keine Initiative ergriffen, um Ansprüche geltend zu machen. Ende Juli 2023 entschied der Aufsichtsrat zudem, die Geschäftsführung für das Jahr 2024 nicht zu entlasten, was die Spannungen innerhalb der Stadtwerke weiter verschärft. Solche Entwicklungen lassen die Mitarbeiter und die Bürger Pforzheims auf eine Klärung der Situation hoffen.

In dieser turbulenten Zeit bleibt abzuwarten, wie sich die Stadtwerke in Zukunft aus dieser bedrängten Lage befreien können, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen und operationale Stabilität zu garantieren.