Wolfgang Berger erhält Staufermedaille für Engagement in der Jugendbildung

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Wolfgang Berger erhält die Staufermedaille in Pforzheim für sein Engagement in der Jugendbeteiligung und politischen Bildung.

Wolfgang Berger erhält die Staufermedaille in Pforzheim für sein Engagement in der Jugendbeteiligung und politischen Bildung.
Wolfgang Berger erhält die Staufermedaille in Pforzheim für sein Engagement in der Jugendbeteiligung und politischen Bildung.

Wolfgang Berger erhält Staufermedaille für Engagement in der Jugendbildung

Eine besondere Ehrung erfuhr Wolfgang Berger am Dienstag, dem 28. Oktober. In der Musikschule Pforzheim wurde ihm die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen. Oberbürgermeister Peter Boch überreichte die Medaille in einer feierlichen Zeremonie und würdigte damit Bergers umfangreiche Verdienste für das Gemeinwohl. Ministerpräsident Winfried Kretschmann schloss sich dieser Würdigung an und hob die Bedeutung von Bergers Engagement für politische Bildung und Jugendbeteiligung hervor. Der musikalische Rahmen der Veranstaltung wurde von Vera und Georg Kleimann gestaltet.

„Wolfgang Berger hat Brücken zwischen Generationen, Institutionen sowie Theorie und Praxis gebaut“, betonte Boch in seiner Ansprache. In einer Zeit, in der die Einbindung von Jugendlichen in Entscheidungsprozesse immer wichtiger wird, ist Bergers Arbeit besonders wertvoll. Er sprach darüber, wie ihn John Lennons berühmter Song „Imagine“ inspiriert hat, und appellierte für mehr Jugendbeteiligung.

Ein Leben für die Jugend

Wolfgang Berger wurde 1949 in Güstrow geboren und ist seit 1997 in einer glücklichen Ehe mit zwei erwachsenen Kindern. Sein Werdegang ist bunte Mischung aus Vermessungswesen, Politikwissenschaft, Soziologie und Pädagogik. Von 1990 bis 2016 war er bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg tätig, wo er sich vor allem auf die außerschulische Jugendbildung konzentrierte. Er war auch Mitbegründer des Dachverbands der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und setzte sich für die Verankerung der Jugendbeteiligung in der Gemeindeordnung ein.

Berger war an zahlreichen Initiativen beteiligt, darunter der erste Jugendlandtag im Jahr 2002 sowie vielen Projekten zur Demokratiebildung. „Das ist keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Jugendbeteiligung oft nur sehr begrenzt unterstützt wird“, skizzierte er die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert war.

Studie zur Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg

Eine aktuelle Studie zur kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg zeigt, dass es seit 2018 einen Anstieg der Kommunen mit entsprechenden Angeboten gegeben hat. So ist die Zahl der Gemeinden, die im Jugendbereich aktiv sind, von 566 auf 668 gestiegen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie sind jedoch einige Herausforderungen aufgetreten. Ein Mangel an Fachkräften und personellen Ressourcen bremst oft die Fortschritte in der Jugendbeteiligung. So gaben 113 Kommunen an, nicht teilnehmen zu wollen.

Doch die Ansätze scheinen vielversprechend: Neue digitale Methoden zur Einbindung von Jugendlichen haben Fuß gefasst. Doch wie die Studie zeigt, könnte das fehlende Wissen über Beteiligungsmöglichkeiten und die oft geringe Motivation der Jugendlichen eine Hürde darstellen. Hier ist ein Umdenken notwendig, um die politischen und verwaltungstechnischen Bedingungen zu verbessern. Öffentlichkeitsarbeit spielt eine zentrale Rolle, damit jungen Menschen ihre Möglichkeiten klar werden.

Die Staufermedaille, die Wolfgang Berger erhielt, ist eine Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um Baden-Württemberg. Sie wurde 1977 erstmals geprägt und zeigt auf der Vorderseite Friedrich Barbarossa sowie das Wappen mit den drei Löwen auf der Rückseite. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für all die Mühen und den Einsatz, den Berger für die Jugend und Demokratie in seinem Bundesland geleistet hat.