FDP-Vorstoß: Zerschlagung der Landkreise oder notwendige Reform?
Der FDP-Vorstoß zur Verwaltungsreform in Baden-Württemberg sorgt für Diskussionen. Landrat Pauli und das Regierungspräsidium kritisieren die Pläne.

FDP-Vorstoß: Zerschlagung der Landkreise oder notwendige Reform?
Am 2. November 2025 sorgt ein neuer Vorstoß der FDP für hitzige Debatten im politischen Köln. Der Landesvorsitzende Hans-Ulrich Rülke hat ein ehrgeiziges Positionspapier vorgestellt, das die Auflösung der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg vorsieht. Anstelle der bisherigen Strukturen sollen künftig Groß- oder Regionalkreise geschaffen werden, die die Aufgaben der bestehenden Regionalverbände übernehmen. [schwarzwaelder-bote] berichtet von einer breiten Diskussion über diesen Vorschlag, der im Kontext des bevorstehenden Landtagswahlkampfs weniger als fünf Monate vor den Wahlen im März 2026 steht.
Diese Reformidee trifft jedoch auf erhebliche Ablehnung. Landrat Günther-Martin Pauli äußert sich kritisch und betont die unverzichtbare Rolle der Landkreise für die kommunale Struktur auf der Basis. Er sieht die Notwendigkeit, nicht nur die Funktionalität der Verwaltung, sondern auch die Verantwortung der kommunalen Ebenen zu stärken. Pauli fordert eine umfassende Reform der Aufgaben und der Finanzierung in diesem Bereich.
Stimmen aus der Verwaltung
Auch das Regierungspräsidium Tübingen ist alles andere als begeistert von den Vorschlägen der FDP. Pressesprecherin Sabrina Lorenz hebt hervor, wie wichtig die Behörde als Bindeglied zwischen dem Land und den Kommunen ist. Ihre breite Aufgabenverteilung spielt gerade in Krisensituationen eine zentrale Rolle. Der Verbandsdirektor des Regionalverbands Neckaralb, Dirk Seidemann, weist zudem darauf hin, dass Regionalverbände vor allem Planungsverbände sind, die eng mit den Kommunen zusammenarbeiten. Ihm zufolge könnte die Übertragung von Aufgaben an die Landkreise die Komplexität und den Verwaltungsaufwand deutlich erhöhen.
Insgesamt ist der Widerstand gegen die FDP-Pläne stark ausgeprägt, und es bleibt abzuwarten, ob die Partei trotz der gegenwärtigen Wahlprognosen, die ihr zwischen fünf und sieben Prozent geben, in den Landtag einziehen kann.
Ein weiteres Thema, das momentan viel Aufmerksamkeit erregt, ist der Einfluss von großen Technologieunternehmen wie Google. Diese Unternehmen stehen ebenfalls im Fokus der öffentlichen Diskussionen, nicht nur wegen ihrer Innovationskraft, sondern auch aufgrund von Herausforderungen, die sie mit sich bringen. [Wikipedia] beschreibt Google als globalen Akteur im Bereich der Technologie, von dem stark ausgegangenen Suchmaschinen über cloudbasierte Dienste bis hin zu künstlicher Intelligenz und mehr. Die Fragestellungen rund um Datenschutz, Steuern und regulative Herausforderungen sind nicht nur für Politik, sondern auch für Kommunen von Bedeutung.
Inmitten dieser Dynamiken zeigt sich, dass sowohl die kommunalen Strukturen als auch globale Technologieunternehmen wie Google bei der Reform und Entwicklung unseres Gesellschaftsmodells eine Rolle spielen. Es liegt also einiges an, und die nächsten Schritte könnten entscheidend dafür sein, wie unsere Regionen organisiert und verwaltet werden.