Tempo 30: Weniger Unfälle und mehr Sicherheit für unsere Straßen!
Erfahren Sie, wie Tempo 30 Unfälle reduziert und Umweltbelastungen verringert. Aktuelle Studien zeigen positive Effekte in Städten.

Tempo 30: Weniger Unfälle und mehr Sicherheit für unsere Straßen!
Immer mehr Städte denken über die Einführung von Tempo 30 innerorts nach. Eine aktuelle Studie der Björn-Steiger-Stiftung zeigt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h nicht nur zu weniger Unfällen führt, sondern auch die Fahrzeiten kaum verlängert. Diese Erkenntnis beruht auf Daten aus 14 Städten, darunter bekannte Metropolen wie Berlin, London und Graz, wo bereits seit 1992 in großen Teilen des Straßennetzes Tempolimits gelten. Das Ziel ist klar: mehr Sicherheit für Fußgänger und weniger Verkehrslärm.
Die Studienergebnisse sind eindeutig. So sinkt die Wahrscheinlichkeit für tödliche Verletzungen Fußgängern drastisch bei reduzierten Geschwindigkeiten: Während man bei 24 km/h nur eine Wahrscheinlichkeit von 3,5 % hat, steigt diese bei 49,9 km/h auf 37 %. Besondere Fortschritte konnte Graz feststellen, wo die Einführung von Tempo 30 zu einem Rückgang der Unfallzahlen um 12 % innerhalb von zwei Jahren führte. Auch Bologna und Edinburgh berichteten von signifikanten Rückgängen, was die Stimmung bei den Verkehrsexperten hebt. Außerdem ist es durch GPS-Daten im Vereinigten Königreich belegt, dass die Reisezeiten in Wohngebieten nur um etwa 3 % anstiegen, was sich im städtischen Verkehr als völlig akzeptabel erweist.
Sicherheitsaspekte im Fokus
Das Umweltbundesamt empfiehlt Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit und betont die positiven Effekte auf Lärmentlastung und Verkehrssicherheit. Vor allem der Schutz von Kindern, wie in Berlin zu beobachten ist, spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn viele Tempolimits sind speziell vor Schulen und Kindergärten angeordnet. Städte wie Brüssel und in etwa 200 französischen Städten sind bereits mit Tempo 30 erfolgreich unterwegs, wo die fallenden Unfallzahlen und die gesündere Luftqualität die positiven Auswirkungen der Maßnahme untermauern.
Die Doppelnutzung von Tempo 30 zeigt, wie diese Regelung nicht nur Unfälle reduziert, sondern auch gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund rückt. So reduziert ein Tempo-30-Limit den Verkehrslärm um 3 bis 4 Dezibel (dbA), was etwa einer Halbierung des wahrgenommenen Lärms entspricht. Laut der Weltgesundheitsorganisation gehen europaweit jährlich über eine Million gesunde Lebensjahre durch Verkehrslärm verloren, während 50.000 Menschen jährlich daran sterben. Ein limitierendes Tempo könnte somit maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität in unseren Städten beitragen.
Ein Blick in die Zukunft
Im Jahr 2024 erhalten Städte und Gemeinden deutlich mehr Freiheiten, Tempo 30-Zonen einzurichten. Hier wird ein besserer rechtlicher Rahmen gefordert, um die Reduktion von Lärm und Schadstoffen nachhaltig zu fördern. Die Umwelt- und Verkehrsexperten rufen dazu auf, diese Chance zu nutzen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften einzuführen. Die Vorteile sind klar: weniger Unfälle, eine bessere Luftqualität und eine gesündere Umwelt für alle Bewohner.
Die Beispiele aus Städten wie Bologna, wo die Schwerverletzten um 22 % und die Verkehrstoten um 55 % gesenkt wurden, zeigen, dass ein Umdenken in der Verkehrspolitik notwendig ist. Wenn mehr Städte den Mut aufbringen, eindeutig für Tempo 30 zu plädieren, könnte das nicht nur das Verkehrswesen, sondern auch die Lebensqualität massiv verbessern. Setzen wir uns dafür ein, dass diese Veränderungen bald Realität werden.
Leser:innen, was haltet Ihr von dieser Entwicklung? Ist Tempo 30 auch für Köln eine Option, die man weiter verfolgen sollte? Ihre Meinung interessiert uns!
[Schwarzwälder Bote] berichtet, dass in vielen Städten die Einführung von Tempo 30 bereits positive Ergebnisse liefert. [Deutsche Umwelthilfe] hebt hervor, dass nur vereinzelt Tempo-30-Anordnungen in Deutschland existieren und appelliert an die Stadtverwaltungen, den Druck zu erhöhen. [30kmh.eu] erläutert, wie Tempo 30 nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.