Rekultivierung des Steinbruchs in Klengen: Natur neu erleben!
Die Rekultivierung des Steinbruchs Klengen im Schwarzwald-Baar-Kreis startet neue Lebensräume und stärkt den Umweltschutz.

Rekultivierung des Steinbruchs in Klengen: Natur neu erleben!
In der heutigen Gemeinderatssitzung in Klengen stand ein bedeutendes Projekt auf der Agenda, das die Umwelt und die Zukunft der Gemeinde prägen wird. Der Stand der Rekultivierung des Steinbruchs wurde von Susanne Gräfin Kesselstatt von der Firma Storz und Michael Bliedtner vom Büro für Rohstoffe und Umwelt präsentiert. Dabei wurde deutlich, dass die Rekultivierung nicht nur ein umweltfreundliches Anliegen, sondern auch eine Maßnahme zur Schaffung neuer Lebensräume ist.
Die Zielsetzungen sind ambitioniert und vielseitig. Geplant ist die Schaffung eines stabilen Mischwaldes auf etwa 8,3 Hektar, während gleichzeitig wertvolle Felswände erhalten bleiben sollen. Außerdem stehen die Rückgewinnung der produktiven Böden für die regionale Landwirtschaft und die Gestaltung von Naherholungs- sowie Umweltbildungsangeboten auf der Liste. Ein Naturlehrpfad und Insektenhotels sollen hierbei den Kontakt zur Natur fördern, wie Schwarzwälder Bote berichtet.
Historie des Steinbruchs
Der Steinbruch, der 1958 in Betrieb genommen wurde, hat eine bewegte Geschichte. Im Laufe der Jahre erlebte er mehrere Erweiterungen und wurde bis 1999 von der Karl Riegger GmbH betrieben, bevor die J. Friedrich Storz Baustoffe die Geschäfte übernahm. Bis 2017 wurde dort Muschelkalk abgebaut – insgesamt rund sechs Millionen Kubikmeter. Doch aufgrund fehlender Erweiterungsflächen wurde der Abbau eingestellt. Seither wird der Steinbruch für die Zwischenlagerung und Verarbeitung von Mineralstoffen genutzt.
Die Planung für die Rekultivierung wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen und erhielt 2023 die offizielle Genehmigung. Noch sind rund 800.000 Kubikmeter Verfüllvolumen zu bewältigen, weshalb die Restlaufzeit des Projekts mit etwa zehn bis zwölf Jahren geschätzt wird. Ziel ist es, auch gewerbliche oder wohnbauliche Entwicklungen auf rund 6,5 Hektar Gewerbeflächen zu realisieren, wie Reko Gruppe anmerkt.
Ökologische Vorteile und Zusammenarbeit
Die ökologischen Vorteile der Renaturierung sind nicht zu unterschätzen. Laut Schotterwerk Mayer fördern umgestaltete Flächen zur Biodiversität und bieten neuen Lebensraum für Flora und Fauna. Zudem wird das natürliche Gleichgewicht wiederhergestellt und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Die Rekultivierung ist somit nicht nur ein technisches Vorhaben, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe, die durch enge Zusammenarbeit zwischen den Betreibern, dem Naturschutzbund und lokalen Behörden unterstützt wird. Gemeinsam wird an einer nachhaltigen und erfolgreichen Umsetzung aller Maßnahmen gearbeitet, um Klengen für die kommenden Generationen zu wahren und zu gestalten.