Kühltürme des AKW Gundremmingen fallen: Ein spektakulärer Abschied!

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Am 25. Oktober 2025 wurden die Kühltürme des AKW Gundremmingen planmäßig gesprengt, begleitet von tausenden Schaulustigen und Sicherheitsmaßnahmen.

Am 25. Oktober 2025 wurden die Kühltürme des AKW Gundremmingen planmäßig gesprengt, begleitet von tausenden Schaulustigen und Sicherheitsmaßnahmen.
Am 25. Oktober 2025 wurden die Kühltürme des AKW Gundremmingen planmäßig gesprengt, begleitet von tausenden Schaulustigen und Sicherheitsmaßnahmen.

Kühltürme des AKW Gundremmingen fallen: Ein spektakulärer Abschied!

Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Atomkraftwerks Gundremmingen wurde heute um 12 Uhr mit der planmäßigen Sprengung der beiden Kühltürme sozusagen versehentlich abgeschlossen. Die über 160 Meter hohen Türme prägten fast ein halbes Jahrhundert lang das Landschaftsbild des Kreises Günzburg und wurden von Tausenden von Schaulustigen beobachtet. Das Event zog viele Interessierte an, die in freudiger Erwartung die Ruine eines früheren Kernkraftwerks verfolgten, wie SWR berichtete.

Die Sprengung bestand aus zwei kontrollierten Zündungen, die im Abstand von etwa 15 Sekunden erfolgten. Während die Kühltürme, die ursprünglich zur Kühlung des erhitzten Kühlwassers dienten, leicht zur Seite neigten und dann senkrecht in sich zusammenfielen, wurde die gesamte Operation von der Thüringer Sprenggesellschaft durchgeführt. Über ein Jahr lang hatten die Experten an der Sprengung gearbeitet, wobei über 1.000 Löcher für den Sprengstoff gebohrt wurden, wie die Kleine Zeitung hinzufügt.

Ein sicherer Rahmen für die Sprengung

Um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, wurde eine große Sperrzone eingerichtet, die am Freitagabend in Kraft trat. Hunderte von Polizeibeamten überwachten die Einhaltung dieser Sperrzone, um sicherzustellen, dass niemand in den Gefahrenbereich geriet. Mehrere Straßenabschnitte wurden für den Verkehr gesperrt, und es wurden rund 1.900 Parkplätze für die Schaulustigen bereitgestellt, was die Vorfreude auf das Event nur noch steigerte. Einige Zuschauer feierten die Sprengung mit „Sprengwurst“ und Getränken bei spontanen Abbruchpartys in der Umgebung, obwohl schlechte Sichtbedingungen die Sicht für andere beeinträchtigten, wie berichtet wurde.

Nicht nur die Sprengung selbst, sondern auch die damit verbundenen Vorbereitungen sind bemerkenswert. Seit der endgültigen Stilllegung des Kernkraftwerks im Jahr 2021, mit der Abschaltung des dritten Blocks, läuft der Rückbau der Anlage aller Bereiche. Bislang wurden bereits zwischen 4.600 und 4.700 Tonnen Material entfernt. Bei der Sprengung werden zusätzlich 56.000 Tonnen Stahlbeton zerstört, die anschließend zu Schotter verarbeitet und recycelt werden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Perspektiven nach der Sprengung

Der Rückbau des ehemaligen Kernkraftwerks wird voraussichtlich bis in die 2030er Jahre andauern. RWE plant bereits die Folgenutzung des Standorts, und am kommenden Mittwoch soll der Spatenstich für einen gewaltigen Batteriespeicher stattfinden, der mit einer Kapazität von rund 700 Megawattstunden der größte in Deutschland werden soll. Dieser Speicher wird notwendig sein, um tagsüber produzierte Solarenergie zu speichern und nachts abzugeben.

Zusätzlich zu dem Batteriespeicher sind auch eine große Photovoltaik-Anlage und ein neues Gaskraftwerk in Planung, während die Debatte über die Rolle der Atomkraft in der stabilen Stromversorgung weiterhin intensiv geführt wird. Befürworter halten die Atomkraft nach wie vor für eine wichtige Energiequelle, jedoch wird der Fokus immer mehr auf erneuerbare Energien gelegt, um die zukünftigen Herausforderungen der Energieversorgung zu meistern.