Arbeitslosigkeit im Wittelsbacher Land auf alarmierendem Niveau!

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Im Landkreis Aichach-Friedberg steigt die Arbeitslosigkeit, besonders unter Frauen, Jugendlichen und Ausländern. Aktuelle Statistiken zeigen besorgniserregende Trends.

Im Landkreis Aichach-Friedberg steigt die Arbeitslosigkeit, besonders unter Frauen, Jugendlichen und Ausländern. Aktuelle Statistiken zeigen besorgniserregende Trends.
Im Landkreis Aichach-Friedberg steigt die Arbeitslosigkeit, besonders unter Frauen, Jugendlichen und Ausländern. Aktuelle Statistiken zeigen besorgniserregende Trends.

Arbeitslosigkeit im Wittelsbacher Land auf alarmierendem Niveau!

Aktuelle Arbeitsmarktsituation im Wittelsbacher Land wirft Schatten: Die neueste Statistik der Agentur für Arbeit zeigt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, der besorgniserregend aussieht. Donaukurier berichtet, dass im August 2025 im Landkreis Aichach-Friedberg 2.541 Menschen arbeitslos gemeldet waren. Das bedeutet einen Anstieg von 164 Personen im Vergleich zum Vormonat, was einem satten Plus von 6,9 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen sogar um 315 Personen gestiegen — ein prozentualer Anstieg von 14,2 %.

Diese Entwicklung sorgt für ein Stirnrunzeln, denn die Arbeitslosenquote hat sich auf 3,2 % hochgeschraubt, was 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatsniveau liegt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 2,8 %. Besonders betroffen sind Frauen, Jugendliche und ausländische Mitbürger. Im August waren etwa 324 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos — ein Anstieg, der fast 19 % ausmacht. Ab dem 50. Lebensjahr kommt der nächste Paukenschlag: Über 1.000 Arbeitslose gehören dieser Altersgruppe an, während sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um besorgniserregende 23,8 % erhöht hat.

Bemühungen um Ausbildungsplätze

Auf der Suche nach einer Ausbildung sind ebenfalls Veränderungen zu verzeichnen. In Aichach-Friedberg sind 347 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Interessanterweise stehen ihnen 487 freie Ausbildungsstellen gegenüber, was ein Verhältnis von 100 Bewerbern auf 140 Stellen ergibt. Dies zeigt: Es gibt Chancen, doch der Zugang bleibt vielen verwehrt. Elsa Koller-Knedlik, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, appelliert an die Unternehmen, den jungen Menschen eine Chance zu geben, auch wenn diese nicht exakt ins Profil passen.

Im Rechtskreis SGB II, also dem Bereich des Bürgergelds, waren 862 Arbeitslose verzeichnet, ein Anstieg um 39 im Vergleich zum Vormonat und um 114 im Vergleich zum Vorjahr. All dies geschieht in einer Zeit, in der die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Region, inklusive der Landkreise Augsburg und Dachau, weiterhin steigt, trotz vorheriger Rückgänge in diesem Jahr. Laut B4B Schwaben gab es zuletzt einen Rückgang zwischen April und August, der jedoch durch die jüngsten Entwicklungen mehr als ausgeglichen wurde. Die Agentur für Arbeit meldet insgesamt 16.218 Arbeitslose in der Region.

Die Situation in benachbarten Landkreisen

Ein Blick über die Grenze in die Nachbarregionen zeigt ähnliche Trends. Im Landkreis Dachau wurden im August 3.207 Arbeitslose registriert, was einem Anstieg um 210 Personen zum Vormonat entspricht und die Arbeitslosenquote auf 3,4 % klettern lässt. Besonders auffällig ist die steigende Quote bei unter 25-Jährigen, die nun bei 4,1 % liegt.

Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen dürfen wir den optimistischen Ausblick der Experten nicht verlieren. So erwartet das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) einen stabilen Aufwärtstrend bzw. eine Verbesserung der Beschäftigung. Allerdings müssen wir die Schwellen in den verschiedenen Personengruppen anerkennen, denn ausländische Arbeitslose beispielsweise sind zurzeit besonders betroffen. Wie es weitergeht und ob Unternehmen bereit sind, neue Wege zu gehen und Arbeitsplätze zu schaffen, bleibt abzuwarten.