Zukunft der Jobs in Franken: Autozulieferer kämpfen um Weiterbildung!

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In Coburg wird gefordert, die Weiterbildung in der Autoindustrie zu stärken, um den Arbeitsmarkt zukunftssicher zu machen.

In Coburg wird gefordert, die Weiterbildung in der Autoindustrie zu stärken, um den Arbeitsmarkt zukunftssicher zu machen.
In Coburg wird gefordert, die Weiterbildung in der Autoindustrie zu stärken, um den Arbeitsmarkt zukunftssicher zu machen.

Zukunft der Jobs in Franken: Autozulieferer kämpfen um Weiterbildung!

In der Metropolregion Nürnberg spielt die Autoindustrie eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Landschaft. Laut BR.de hängen hier jeder dritte bis vierte Job direkt oder indirekt von der Automobilbranche ab. Diese beeindruckende Zahl resultiert aus gut 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, von denen etwa 10% in der Autozulieferindustrie angesiedelt sind. Die Abhängigkeit von dieser Branche hat jedoch auch ihre Schattenseiten: die Beschäftigung in der Autozulieferindustrie ist in den letzten fünf Jahren um satte 15% gesunken.

Dennoch zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region resilient, denn die Gesamtanzahl an sozialversicherungspflichtigen Jobs hat sich in diesem Zeitraum leicht erhöht. Ein fränkisches Bündnis, bestehend aus der Arbeitsagentur, der IHK Coburg und dem Netzwerk transform_EMN, fordert nun dringend mehr Weiterbildung für die Beschäftigten in der Autozulieferungsbranche. Der DGB-Chef Stephan Doll betont die Notwendigkeit politischer Unterstützung, um die nötigen finanziellen Mittel und Planungssicherheit für Weiterbildung zu gewährleisten. Hierbei soll besonders der Bereich künstliche Intelligenz stärker in den Fokus rücken.

Wandel der Automobilbranche

Der Wandel in der Automobilindustrie ist unübersehbar. Eine aktuelle Studie von Deloitte zeigt, dass Unternehmen sich zunehmend aus der Verbrennertechnologie zurückziehen und die Elektromobilität in den Vordergrund rücken. Dieser Prozess erfolgt in mehreren Phasen: Während die ersten Schritte vorwiegend die herkömmlichen Antriebe im Fokus hatten, streben viele Unternehmen mittlerweile einen klaren Schritt in Richtung Elektromobilität an. Den Wandel gestalten die Unternehmen durch verschiedene Ansätze, darunter der „Harvest“-Ansatz, der auf die Entwicklung eigener Kompetenzen setzt.

Allerdings zeigen die Zahlen, dass nicht alle Unternehmen die Transformation gleich vorantreiben. Nur 52 Unternehmen haben sich für den Generierungsansatz entschieden, während andere entweder keinen Wandel anstoßen oder auf einen Konsolidierungsansatz setzen. Diese unterschiedlichen Strategien verdeutlichen, dass die Branche vor vielfältigen Herausforderungen steht, die nicht nur technologische, sondern auch soziale Aspekte beinhalten.

Jobabbau und Weiterbildung

Die Sorge um den weiteren Arbeitsplatzabbau ist nicht unbegründet. Trotz des steigenden Gesamtarbeitsmarktes könnte der Rückgang in der Autozulieferindustrie bald deutliche Spuren hinterlassen. Daher ist die Rolle der Weiterbildung wichtiger denn je. Das fränkische Bündnis fordert, dass Programme besser auf die aktuellen Bedürfnisse der Arbeitgeber abgestimmt werden, um die Beschäftigten fit für die Zukunft zu machen.

Die Autozulieferindustrie hat historisch gesehen einen signifikanten Beitrag zum Einkommen in der Region geleistet, mit einem Median-Einkommen, das etwa 1.000 Euro über dem anderer wirtschaftlicher Bereiche liegt. Diese Tatsache bedeutet, dass Veränderungen in dieser Branche nicht nur Beschäftigte, sondern die gesamte Region wirtschaftlich betreffen könnten. Eine klare und unterstützende Strategie könnte der Schlüssel sein, um die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen und die Zukunft der Beschäftigten in der Metropolregion Nürnberg zu sichern.