Neue Strategien gegen Tigermücken: KABS startet Maßnahmenkatalog!

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Der Artikel informiert über die aktuellen Strategien der KABS zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im Landkreis Groß-Gerau und deren Auswirkungen.

Der Artikel informiert über die aktuellen Strategien der KABS zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im Landkreis Groß-Gerau und deren Auswirkungen.
Der Artikel informiert über die aktuellen Strategien der KABS zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im Landkreis Groß-Gerau und deren Auswirkungen.

Neue Strategien gegen Tigermücken: KABS startet Maßnahmenkatalog!

Die asiatische Tigermücke, bekannt als Aedes albopictus, sorgt derzeit für erhitzte Gemüter in vielen Kommunen, insbesondere im Raum Köln. Dieses ungebetene Insekt wurde erstmals 2007 in Deutschland nachgewiesen, seither hat es sich kontinuierlich ausgebreitet. Bei den ersten Funden handelte es sich um Exemplare an einer Raststätte A5 bei Weil am Rhein, doch mittlerweile sind stabile Populationen am Oberrhein und in 22 Stadt- und Landkreisen, darunter auch 16 mit etablierten Beständen, dokumentiert. Die KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) ist stark gefordert, um neue Strategien zur Bekämpfung dieser Plage zu entwickeln. echo-online berichtete über die angespannte Haushaltslage vieler Mitgliedskommunen und die daraus resultierenden Schritte zur Eindämmung der Tigermücke.

Um den Kommunen eine einheitliche Vorgehensweise zu bieten, hat die KABS einen umfangreichen Maßnahmenkatalog erstellt. Dieser Katalog gibt den Mitgliedern die Möglichkeit, aus verschiedenen Bausteinen wie der Bti-Behandlung, speziellen Beratungsangeboten für die Bürger und Schulungen für die Verantwortlichen zu wählen, sodass die Maßnahmen an die eigenen Budgetrahmen angepasst werden können. Das primäre Ziel: Ein klarer Überblick über effektive Maßnahmen gegen die Tigermücke, wie auf staatsanzeiger.de erläutert wird.

Die Gefahren der Tigermücke

Die Tigermücke hat nicht nur einen schlechten Ruf wegen ihrer aggressiven Stichtätigkeit, die vor allem während des Tages beobachtet werden kann. Mit ihrer Größe von zwei bis zehn Millimetern und den markanten, weißen Streifen lässt sie sich leicht erkennen. Diese kleinen Biester sind nicht nur lästig, sie können auch gefährliche Viren wie Dengue, Zika und Chikungunya übertragen. Bislang sind in Deutschland zwar keine lokal entstandenen Virusgeschehen dokumentiert, das Risiko steigt jedoch, besonders wenn sich die Tigermücke in Gebieten mit Infektionsquellen ansiedelt und wie swr3.de berichtet, der Klimawandel ihre Ausbreitung begünstigt. Daher ist eine aktive Bekämpfung unerlässlich.

Einblick in die Handhabung der Tigermücke zeigt, dass unterschiedliche Kommunen unterschiedlich mit der Situation umgehen. Während einige Städte wie Freiburg und Breisach intensiv mit der KABS zusammenarbeiten, betrachten andere, wie die Stadt Kehl, die Bekämpfungsmaßnahmen eher als Schadensbegrenzung und haben das flächendeckende Bekämpfen aufgegeben.

Präventionsmaßnahmen und Bürgerbeteiligung

Um die Ausbreitung der Tigermücke zumindest einzuschränken, setzen Kommunen auf verschiedene Präventions- und Bekämpfungsstrategien. Eine zentrale Maßnahme besteht darin, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Dies umfasst das Entleeren von Wasseransammlungen in Blumentöpfen und Regentonnen. Zudem gibt es Tipps, wie etwa die Verwendung von BTI-Tabletten sowie die Verwendung von Fliegengittern und Anti-Mücken-Sprays als Schutzmaßnahmen für die Bürger. Wichtig ist auch die Meldung von Tigermücken durch die Bevölkerung, um neue Populationen frühzeitig zu entdecken.

Die Stadt Neuenburg am Rhein hat eine besonders effektive Strategie entwickelt. Hier werden die Gebiete in fünf Zonen eingeteilt, wo sogenannte „Tigermücken-Botschafter“ die Koordination der Maßnahmen übernehmen. Diese Botschafter bilden Nachbarschaftsbündnisse und erhalten Schulungen, um effektive Bekämpfungsstrategien umzusetzen. So wurden im Jahr 2023 über 1000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz durch eine Bürgerinitiative mobilisiert.

Schließlich bleibt zu sagen, dass die asiatische Tigermücke ein zunehmend drängendes Problem für viele Kommunen in Deutschland darstellt. Ein einheitliches Vorgehen und aktive Bürgerbeteiligung sind entscheidend, um die Situation in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität im Freien zu erhalten. Nur so bleibt der gärende Sommer ein Vergnügen unabhängig von lästigen Insekten.