Röwekamp: Wehrdienst-Reform steht vor entscheidenden Fragen!

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Der Verteidigungsausschuss debattiert den neuen Wehrdienst am 11.11.2025, während ungelöste Fragen zur Rekrutierung und Attraktivität bestehen.

Der Verteidigungsausschuss debattiert den neuen Wehrdienst am 11.11.2025, während ungelöste Fragen zur Rekrutierung und Attraktivität bestehen.
Der Verteidigungsausschuss debattiert den neuen Wehrdienst am 11.11.2025, während ungelöste Fragen zur Rekrutierung und Attraktivität bestehen.

Röwekamp: Wehrdienst-Reform steht vor entscheidenden Fragen!

Der 11. November 2025 steht ganz im Zeichen des neuen Wehrdienstes in Deutschland. Thomas Röwekamp, der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, beleuchtet in aktuellen Statements die noch offenen Fragen, die vor der Einigung der Koalition geklärt werden müssen. Wie fränkischerTag.de berichtet, erwartet er, dass diese Fragen bis zum bevorstehenden Koalitionsausschuss am Donnerstag beantwortet werden.

Die Union hat sich kürzlich von der Idee eines Losverfahrens zur Auswahl junger Männer für die Musterung abgewandt. Stattdessen warten die Verantwortlichen nun auf neue Vorschläge aus dem Verteidigungsministerium. Röwekamp rechnet damit, dass von 240.000 bis 260.000 gemusterten jungen Männern etwa 30.000 bis 40.000 tatsächlich den Dienst antreten werden. Sollte die Zahl der Freiwilligen nicht ausreichen, wäre ein Auswahlverfahren unumgänglich, was natürlich zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.

Die Pläne der Union und die Truppenstärke

Ein zentrales Anliegen der Union ist die Aufstellung verbindlicher Zahlen für die aktive Truppe. So sollte die Wehrdienstleistendenzahl auf jährlich 10.000 Männer und Frauen steigen, um den Bedarf zu befriedigen. Röwekamp hebt hervor, dass der Bedarf an Soldaten für die stehende Truppe entscheidend für die Zahl der Wehrdienstleistenden ist. Ein Drittel der Wehrdienstleistenden, so sein Plan, müsste sich bereit erklären, sich weiter zu verpflichten.

Ein weiterer strittiger Punkt betrifft die Klassifizierung der Wehrdienstleistenden. Röwekamp fragt sich, ob alle in gleichem Maße als Soldaten auf Zeit betrachtet werden sollten und fordert eine Erhöhung der Bezahlung sowie Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Wehrdienstes. Die Zeit drängt: Eine Lösung für all diese Punkte sei notwendig, um eine Vertagung zu vermeiden.

Gesetzgebung und Expertenanhörung

Das neue Gesetz, das die Freiwilligkeit des Wehrdienstes zunächst festschreibt, wurde bereits Mitte Oktober 2025 in den Bundestag eingebracht. In der heutigen Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages gibt es eine Expertenanhörung, bei der unter anderem Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, sowie der Chef des Bundeswehrverbands, André Wüstner, zu hören sind. Die Sitzung ist öffentlich und wird per Livestream übertragen. Laut Tagesschau sieht der Gesetzesentwurf vor, die Truppenstärke von derzeit 182.000 auf 260.000 aktive Soldaten zu erhöhen, inklusive zusätzlicher 200.000 Reservekräfte.

Der Streit über die Anzahl Wehrdienstleistender und die Ausgestaltung der Musterung bleibt jedoch ein heißes Thema. Die Union fordert klare Zielzahlen, um die Attraktivität der Bundeswehr zu steigern. Röwekamp zeigt sich optimistisch, dass in den kommenden Tagen eine Einigung erzielt werden kann – ein positiver Ausblick, der auch vom Verteidigungsminister Boris Pistorius geteilt wird. Das Wehrdienstgesetz soll zum 1. Januar in Kraft treten, und die Weichen dafür werden in den kommenden Tagen gestellt.

Die Debatte ist spannend und zeigt, wie wichtig es ist, die Bundeswehr für neue Rekruten attraktiv zu machen. Dennoch bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte da noch zu gehen sind und wie die Strategie letztlich ausgestaltet wird.