Neues Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth: Ein Fenster zur Geschichte!

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Eröffnung des erweiterten Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth am 9. November 2025: Einblicke in Geschichte und Teilung Deutschlands.

Eröffnung des erweiterten Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth am 9. November 2025: Einblicke in Geschichte und Teilung Deutschlands.
Eröffnung des erweiterten Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth am 9. November 2025: Einblicke in Geschichte und Teilung Deutschlands.

Neues Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth: Ein Fenster zur Geschichte!

Am 9. November 2025 öffnete das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth nach einer umfassenden Erweiterung erneut seine Türen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 22 Millionen Euro wurde die Dauerausstellung von 270 auf über 500 Quadratmeter ausgebaut. Ein wichtiger Aspekt des Neubaus ist der Blick auf das Außengelände, der nun ermöglicht wird. Laut InFranken verknüpft das Museum nicht nur lokale Geschichte, sondern erzählt auch von der Teilung Deutschlands und den Auswirkungen auf die Menschen in der Region.

Doch was machte Mödlareuth so besonders? Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Dorf verwaltungstechnisch geteilt in Bayern und Fürstentum Reuß. Eine Art „Klein-Berlin“ im Herzen Deutschlands, wo die Kinder gemeinsam zur Schule gingen und Menschen sich zum Gottesdienst trafen. Der historische Kontext wird durch die Erzählung von US-Soldaten, die Thüringen einnahmen, deutlich. Diese zogen sich später jedoch zurück und überließen unwissentlich den bayerischen Teil des Dorfes der Roten Armee, was zu einem entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte führte. Über den Verlauf der Jahre richteten sowjetische Soldaten einen Schlagbaum und einen Kommandoposten am Ortsausgang ein, was die Lebensumstände der Zivilbevölkerung dramatisch verschlechterte.

Geschichte hautnah erleben

Die Ausstellung beleuchtet dramatische Fluchtversuche von Bewohnern des Ostteils in den Westen. Ein berührendes Beispiel ist das Schicksal der Familie Wurziger, die im Juni 1952 durch ein Scheunenfenster nach Bayern flüchtete. Diese persönlichen Geschichten sind es, die den Besuch des Museums so wertvoll machen und die brutale Realität der deutschen Teilung lebendig werden lassen.

Im Kontext der deutschen Geschichte ist Mödlareuth mehr als nur ein geografischer Punkt – es ist ein Symbol für die geteilte Nation. Die Mauer in Berlin, die am 13. August 1961 errichtet wurde, steht als markantes Zeichen für die Teilung des Landes und die folgenden Jahrzehnte des Kalten Krieges. Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949, die in der sowjetischen Besatzungszone stattfand, und der Fall der Mauer 1989 führten schlussendlich zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Doch auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt der Prozess der Einigung in vielen Aspekten eine Herausforderung. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung feststellt, sind wir in mancherlei Hinsicht nach wie vor ein Land mit zwei Gesellschaften.

Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth spielt eine Schlüsselrolle, um diese Vergangenheit verständlich zu machen und das Bewusstsein für die deutsch-deutsche Geschichte zu schärfen. Die neue Ausstellung bietet den Besuchern nicht nur eine erweiterte Perspektive, sondern lädt auch dazu ein, über die Auswirkungen der Teilung auf das heutige Deutschland nachzudenken.