Neues Wolfsrudel im Westerwald: Großalarm bei Schafhaltern!
Entdeckung eines neuen Wolfsrudels im Westerwald: Hintergründe, Auswirkungen und die Reaktion der Bürgerinitiative.

Neues Wolfsrudel im Westerwald: Großalarm bei Schafhaltern!
Im Westerwald gibt es jetzt ein neues Wolfsrudel, was die Zahl der Rudel in Rheinland-Pfalz auf insgesamt fünf erhöht. Der Grund für das Aufblühen der Wolfspopulation in der Region ist noch unklar. Eine interessante Theorie der KLUWO besagt, dass das Greifensteiner Wolfspaar im letzten Jahr Nachwuchs hatte und möglicherweise nach Rheinland-Pfalz gezogen ist. Genetische Proben müssten jedoch noch genommen werden, um diese Vermutung zu bestätigen. Laut SWR haben in den vergangenen Wochen im Oberen Westerwald mehrere Weidetiere das Leben lassen müssen. Ende des letzten Jahres wurden bei Liebenscheid 18 Schafe getötet, während drei Tiere weiterhin vermisst werden. Auch in Bad Marienberg kam es zu zwei Vorfällen, bei denen insgesamt vier Schafe und fünf Damhirsche den Wölfen zum Opfer fielen.
Die Quelle der Schafstötungen wurde mittlerweile ermittelt: DNA-Testergebnisse zeigen, dass die Fähe des Greifensteiner Paares dafür verantwortlich ist. Diese Situation hat zu großem Unmut in der Bevölkerung geführt. So organisierte die Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald am Freitag eine Protestaktion in Rehe, bei der regionale Politiker und Verbände aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen anwesend waren. Die Initiative kritisiert die unzureichenden Reaktionen der Politik auf die Wolfsrisse und fordert Abschüsse der Tiere. Hier zeigt sich, dass da richtig was anliegt, wenn man die Ängste der Viehhalter und die Reaktionen der Politik sieht.
Die Wölfe in der Pfalz
Doch nicht nur im Westerwald sind Wölfe aktiv. In der Pfalz wurden in den letzten Jahren bereits mindestens 22 Sichtungen verzeichnet. Besonders in der Südpfalz sind aktuelle Meldungen zu beobachten, bei denen Wölfe häufig durch DNA-Spuren an gerissenen Tieren oder via Wildtierkameras nachgewiesen wurden. So wurden im Juni und Juli 2025 mehrere Sichtungen im Wald bei Bellheim sowie im Lustadter Wald dokumentiert. Besonders erwähnenswert ist eine Sichtung in der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich, wo der Wolf im Juli gleich viermal, darunter auch bei Tageslicht, gefilmt wurde, wie die Rheinpfalz berichtet.
Die Wölfe in der Region stellen in der Regel keine Gefahr für Menschen dar. Im Gegenteil, sie vermeiden den Kontakt in der Regel. Doch wie zu erwarten ist bei Begegnungen mit diesen majestätischen Tieren dennoch Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, laut zu reden oder zu klatschen und sich langsam zurückzuziehen, um Konflikte zu vermeiden.
Aktuelle Herausforderungen und Möglichkeiten
In Rheinland-Pfalz leben schätzungsweise 1.600 bis 2.000 Wölfe, was ihre Identifizierung und Verfolgung schwierig macht. Mit einer Fähigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Tag sind sie wahre Meister der Fortbewegung. Außerdem gibt es im Pfälzerwald derzeit kein ausgewiesenes Wolfsterritorium, was die Situation zusätzlich kompliziert. Eine interessante Theorie ist, dass die heimische Luchspopulation möglicherweise eine abschreckende Wirkung auf Wölfe hat.
Insgesamt bleibt die Diskussion über den Wolf und seine Rolle in unserer Region spannend. Die Bürgerinitiative und die Politik müssen sich gemeinsam den Herausforderungen stellen, während die Wölfe weiterhin ihr Leben im Westerwald und in der Pfalz führen.