Sorgen um Olympia: Eishockey-Hallen in Mailand stehen auf der Kippe!

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Organisatorische Herausforderungen für den DEB vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand: Sorgen um Hallen und Transport.

Organisatorische Herausforderungen für den DEB vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand: Sorgen um Hallen und Transport.
Organisatorische Herausforderungen für den DEB vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand: Sorgen um Hallen und Transport.

Sorgen um Olympia: Eishockey-Hallen in Mailand stehen auf der Kippe!

Knapp drei Monate vor den Olympischen Winterspielen, die am 6. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo beginnen, brodelt es rund um die Organisation. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) äußert Bedenken bezüglich der infrastrukturellen Gegebenheiten in Mailand. Bundestrainer Harold Kreis plant kurzfristig eine Reise nach Mailand, um die Halle zu inspizieren, in der die deutsche Mannschaft gleich zweimal auftreten wird. Diese Halle, die Santa-Giulia-Arena, ist momentan noch im Bau und soll erst kurz vor den Spielen fertiggestellt werden. Die Sorgen um diese Zeitplanung sind also mehr als gerechtfertigt, denn ein für Dezember geplantes Testevent musste bereits in eine kleinere Halle verlegt werden, wie 1und1 berichtet.

Auch DEB-Sportdirektor Christian Künast hebt hervor, dass bei den Stadien noch Nachbesserungen erforderlich sind, insbesondere bei der temporären Halle auf dem Messegelände. „Hier ist noch viel zu tun“, sagt er und macht deutlich, dass die langen Anfahrtszeiten zwischen den verschiedenen Eishockey-Spielstätten von rund 30 Kilometern die Planung erheblich erschweren. Die deutschen Männer müssen zwei von drei Vorrundenspielen in Mailand bestreiten, während die Frauen sogar alle Spiele dort spielen werden. „Das Training muss sinnvoll sein, sonst wird es schwierig“, so Künast weiter.

Herausforderungen der Transportlogistik

Ein weiteres Problem zeichne sich ab: Die Transportlogistik für Athleten und Betreuer wird als besonders herausfordernd beschrieben. Pünktlich zum Olympiageschehen werden Athleten und Teams über lange Strecken zwischen den verschiedenen Wettkampfstätten reisen müssen. Da setzt die Nachhaltigkeit der Organisatoren an ein paar Ecken Grenzen, denn zwischen den Wettkampforten Mailand und Cortina d’Ampezzo liegen mehr als fünf Autostunden.

Und auch die Wetterbedingungen könnten das Event beeinflussen. In den Alpen ist die Gefahr von Erdrutschen sowie ein unsicherer Schneezustand regressiv hoch, was den Verlauf des Sportereignisses beeinträchtigen könnte. Laut NW hat sogar die Lawinengefahr auf dem Foscagno-Pass nach Livigno zu einem zusätzlichen Sicherheitsprojekt geführt: Ein Lawinenschutztunnel wird derzeit errichtet.

Kritik an der Stadionplanung

Der Präsident des Weltverbands Luc Tardif hat bereits umgehende Nachbesserungen gefordert und die Olympia-Organisatoren für die mangelhafte Stadionplanung kritisiert. Das Misstrauen gegenüber den Bauarbeiten ist nicht unbegründet. Der geplante Eiskanal in Cortina d’Ampezzo konnte zwar bereits erste internationale Testfahrten durchführen, jedoch steht die Krönung des alles überdeckenden Baustellenchaos noch aus. Der Bau dieses Eiskanals allein kostete rund 82 Millionen Euro und war ein umstrittenes unterfangen, da das IOC weiterhin eine bereits bestehende Bahn präferierte.

Zusammenfassend bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird. Vor allem die Frage, ob die benötigten Infrastruktur rechtzeitig fertiggestellt werden kann, steht im Raum. Die Hoffnungen ruhen auf den Verantwortlichen, dass sie ein gutes Händchen beweisen, um einen reibungslosen Ablauf der Winterspiele zu sichern.