Allgäu-Airport Memmingen: Deutschlands schnellster Flughafenboom!

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Der Flughafen Memmingen verzeichnet ein starkes Wachstum mit 3,6 Millionen Passagieren bis 2025, angetrieben durch Ryanair und Wizz Air.

Der Flughafen Memmingen verzeichnet ein starkes Wachstum mit 3,6 Millionen Passagieren bis 2025, angetrieben durch Ryanair und Wizz Air.
Der Flughafen Memmingen verzeichnet ein starkes Wachstum mit 3,6 Millionen Passagieren bis 2025, angetrieben durch Ryanair und Wizz Air.

Allgäu-Airport Memmingen: Deutschlands schnellster Flughafenboom!

In einer Zeit, in der die Luftfahrtwelt nach der Corona-Pandemie langsam aber sicher wieder auf Touren kommt, sticht der Allgäu-Airport in Memmingen besonders hervor. Der Flughafen zählt derzeit zu den am schnellsten wachsenden in Deutschland. Aktuelle Berichte vom Allgäuer Zeitung zeigen, dass der Airport mit einem beeindruckenden Wachstum von 256 Prozent im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau glänzt. Aktuell stehen im Winterflugplan von Oktober 2023 bis März 2026 rund 1,1 Millionen Sitzplätze zur Verfügung. Das bedeutet viel Vorfreude für Reisende und eine vielversprechende Entwicklung für die Region.

Beeindruckende Prognosen zeigen, dass bis Ende 2025 eine Passagierzahl von 3,5 bis 3,6 Millionen erwartet wird. Damit könnte der Flughafen Memmingen im Jahr 2024 mit 3,2 Millionen Passagieren unter den zehn größten Airports Deutschlands landen, so die Informationen von Augsburger Allgemeine.

Wachstum statt Stagnation

Das Wachstum kleinerer Flughäfen wie Memmingen ist kein Zufall. Spitzenreiter unter den Wachstumsjüngern sind auch Flughäfen wie Karlsruhe Baden/Baden mit 184 Prozent und Niederrhein/Weeze mit 169 Prozent. Im Gegensatz dazu haben die großen Drehkreuze wie Frankfurt und München mit 88 und 84 Prozent ihres Vor-Corona-Niveaus zu kämpfen. Der Grund? Kosteneffizienz und die erweiterte Kapazität von europäischen Airlines, die sich mehr und mehr auf diese Kleinflughäfen konzentrieren.

Die Fluglinien Ryanair und Wizz Air sind Hauptakteure bei diesem Aufschwung und haben ihr Angebot am Allgäu-Airport weitaus ausgeweitet, was auch die Anzahl der buchbaren Ziele auf mittlerweile 55 anhebt. Dazu gehören auch zahlreiche Hauptstädte Osteuropas, was den Flughafen besonders attraktiv macht. Geschäftsführer Ralf Schmid hat große Pläne: Er sieht die Möglichkeit, dass Memmingen in etwa fünf Jahren zu Bayerns zweitgrößtem Flughafen aufsteigt, direkt hinter Nürnberg.

Infrastruktur auf dem Prüfstand

Um diesem Wachstum gerecht zu werden, sind mehrere geplante bauliche Maßnahmen in Arbeit. Dazu zählen unter anderem der Bau eines neuen Parkhauses für 1.800 Fahrzeuge und die Optimierung des Terminals, für die bereits Baugenehmigungen vorliegen. Der Flughafen plant, monatlich 10 bis 15 neue Mitarbeiter einzustellen, was die Betriebstätigkeit weiter ankurbeln soll. Die aktuelle Mitarbeiterzahl liegt bei 350.

Während die Passagierzahl steigt, ist die Herausforderung der Warteschlangen nicht zu übersehen. Die Zunahme der Fluggäste könnte das einstige charmante Merkmal kurzer Wartezeiten untergraben. Daher fordert Schmid eine schnellere Abwicklung an den Grenzkontrollen, unterstützt durch die beschleunigte Passkontrolle dank des Schengen-Beitritts von Bulgarien und Rumänien.

Insgesamt ist das Bild, das sich hier abzeichnet, vielversprechend. Memmingen könnte bald nicht nur eine wichtige Drehscheibe für Reisende in der Region, sondern auch für Arbeitskräfte aus Osteuropa werden, wie es die zunehmende Nutzung durch Privatmaschinen und Chartergeschäfte zeigt. Mit einer soliden Strategie hat der Allgäu-Airport große Chancen, eine noch zentralere Rolle im deutschen Luftverkehrsmarkt zu übernehmen. Dabei bleibt es spannend abzuwarten, wie sich die Situation über das Jahr 2024 hinaus entwickeln wird, insbesondere mit dem speziellen Augenmerk auf die Planungen, die für eine zukunftssichere Infrastruktur des Flughafens essenziell sind. Die Bilanz für 2023 wird ebenfalls noch erwartet, da 2022 ein Jahresüberschuss von 2,2 Millionen Euro erzielt wurde.

Die Luftfahrt in Deutschland ist auf dem Weg der Besserung, doch wie der Statistische Bundesamt berichtet, hatte Deutschland im Jahr 2024 noch rund 105,3 Millionen abfliegende Passagiere, was im Vergleich zu 2019 einen Rückgang von 15 Prozent darstellt. Der Blick auf Memmingen zeigt jedoch, dass es auch anders geht und dass es im Bereich des Luftverkehrs tatsächlich noch Steigerungsmöglichkeiten gibt.