Donaustadion: Riesige Sanierung für Ulms Fußball-Tempel beschlossen!
SSV Ulm 1846 plant eine millionenschwere Sanierung des Donaustadions zur Wiederherstellung als Sportstätte bis 2028.

Donaustadion: Riesige Sanierung für Ulms Fußball-Tempel beschlossen!
Im Ulmer Donaustadion tut sich einiges: Das Stadion, das derzeit von SSV Ulm 1846 Fußball als Hauptnutzer genutzt wird, unterzieht sich einer umfangreichen Sanierung, die mit geschätzten 36,5 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Die Renovierungsarbeiten wurden in einer Sitzung des Haupt- und Bildungs- und Sportausschusses einstimmig beschlossen. Ursprünglich sollte das Donaustadion auch als Multifunktionsanlage dienen, doch nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Stadt Ulm und den Vereinen wurde dieser Plan auf Eis gelegt. Stattdessen bleibt der Fokus auf der Sanierung des Stadions für Leichtathletikveranstaltungen und die Bedürfnisse des Fußballs (Augsburger Allgemeine, Schwäbische).
Das ehrgeizige Vorhaben umfasst, dass die Zuschauerkapazität von aktuell 4.600 Sitzplätzen auf 11.000 erhöht wird. Nach dem Umbau wird das Stadion 17.400 Besucher fassen können, was ein echter Gewinn für die Region darstellen wird. Die Stadtverwaltung strebt einen Baubeginn im ersten Quartal 2027 an, idealerweise in der Sommerpause. Allerdings könnten unbekannte Leitungen für Wasser und Strom den Zeitplan beeinflussen. Um die Bauphase zu überbrücken, sollen Gespräche über Ausweichmöglichkeiten für den SSV Ulm stattfinden.
Finanzierung und Unterstützung
Ein zentraler Punkt bei der Sanierung sind die Finanzierungsmöglichkeiten. Das Land Baden-Württemberg hat bereits 4,6 Millionen Euro an Fördergeldern zugesagt. Die Stadt Ulm plant, die restlichen 31,9 Millionen Euro über Darlehen zu finanzieren. Dies bedeutet, dass die Kommune in Vorleistung geht, während die Rückzahlung durch den SSV Ulm stark an den sportlichen Erfolg des Fußballklubs gebunden sein wird (Augsburger Allgemeine, Schwäbische).
Eine Diskussion über angedachte Namensrechte für die Tribünen ist ebenfalls entbrannt. Durch mögliche Verkäufe dieser Rechte könnte es sogar zu einer Umbenennung des Donaustadions kommen. Dies könnte eine gute Einnahmequelle darstellen, um die finanziellen Belastungen zu decken.
Abriss und Neubau
Ein weiterer bedeutender Abschnitt des Projekts ist der geplante Abriss und Neubau der Nordtribüne inklusive der I- und H-Blöcke sowie Gästebereich, der 2027 starten soll. Die Gegengerade bleibt hingegen unverändert. Toiletten und gastronomische Einrichtungen sollen unter den neuen Tribünen untergebracht werden, was das Gesamtambiente des Stadions erheblich verbessern wird.
Die letzte Öffnung der Jahnhalle, die zum SSV Ulm gehört, steht ebenfalls an: Am 8. November wird hier eine Abschiedsparty für Mitglieder des Vereins gefeiert. Zudem sind Versteigerungen von Parkettbodenstücken geplant, um vielleicht noch den ein oder anderen Euro für den Umbau zu generieren.
Insgesamt steht die Stadt Ulm vor einer spannenden Zeit. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen auf ein modernisiertes Stadion hoffen, das nicht nur dem Fußball, sondern auch der Leichtathletik eine neue Heimat bieten wird. Ein gutes Händchen zeigt die Stadtverwaltung, indem sie den Dialog mit den Vereinen sucht und pragmatische Lösungen angeht. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung!