Kampf um die Stimme: Hagel und Özdemir starten in den Wahlkampf!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Neu-Ulm: Landtagswahl 2026 steht bevor – Hagel (CDU) und Özdemir (Grüne) kämpfen um die Nachfolge von Kretschmann.

Neu-Ulm: Landtagswahl 2026 steht bevor – Hagel (CDU) und Özdemir (Grüne) kämpfen um die Nachfolge von Kretschmann.
Neu-Ulm: Landtagswahl 2026 steht bevor – Hagel (CDU) und Özdemir (Grüne) kämpfen um die Nachfolge von Kretschmann.

Kampf um die Stimme: Hagel und Özdemir starten in den Wahlkampf!

Ein bedeutender Wahlkampf steht vor der Tür, denn am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Die beiden Spitzenkandidaten, Manuel Hagel von der CDU und Cem Özdemir von den Grünen, gehen mit unterschiedlichen Strategien und Themen in die entscheidende Phase ihrer Kampagnen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, fiel der offizielle Startschuss für den Wahlkampf bei einer Veranstaltung im Konstanzer Konzil, einem historischen Ort, der seit 1912 als Restaurant, Festsaal und Kongresszentrum dient.

Die Themen, die Hagel und Özdemir in den Vordergrund stellen, könnten unterschiedlicher nicht sein: Kita-Plätze, Sicherheit im öffentlichen Raum und, nicht zu vergessen, die beliebten Maultaschen sind nur einige der Punkte, die die beiden Politiker ansprechen. Während Hagel, der bislang wenig bekannt ist – lediglich 20% der Wähler kennen ihn – Optimismus und pragmatische Lösungen propagiert, zählt Özdemir auf seine 60 Jahre Lebens- und Politikerfahrung und betont seine Vertrautheit mit Fragen der Bildung und internationalen Politik. Er sieht in dieser Wahl die Chance, an den pragmatischen Kurs von Winfried Kretschmann anzuknüpfen, der 2026 nicht mehr antreten wird, und setzt dabei auf seine weitreichende Bekanntheit.

Zahlen und Umfragen

Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen, dass die CDU in der Wählergunst leicht vorne liegt. Laut einer Befragung wird die CDU mit 29-31% geführt, gefolgt von der AfD mit 21% und den Grünen mit 20%. Die SPD kommt auf 10%, während die Linke 7% und die FDP lediglich 5% erreicht. Ein weiteres Umfragetool hebt hervor, dass Özdemir in einer fiktiven Direktwahl beeindruckende 41% erzielen würde, während Hagel nur 17% erhält, was die Herausforderung, vor der der CDU-Kandidat steht, unterstreicht. Auch das Vertrauen in die beiden Kandidaten scheint ganz unterschiedlich zu sein: 79% der Wähler kennen Özdemir, an Hagel hingegen geht das Bekanntheitsproblem nicht spurlos vorbei.

Politische Agenden

In seiner politischen Agenda betont Hagel besonders die Verbesserung der Bildung durch ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr und die Notwendigkeit von Bürokratieabbau zur Stärkung der Wirtschaft. Ein Thema, das auch von der SPD aufgegriffen wird, die Hoheit über die Bildungspolitik zurückgewinnen will. Özdemir hingegen legt seinen Fokus in der Wahlkampfphase weniger auf das Klima und mehr auf Wirtschaftsfragen, wobei er sich auch klar gegen eine Nutzung von Datensoftware durch die Polizei positioniert – ein Punkt, der ihn von seinem Kontrahenten Hagel trennt.

Besonders interessant ist der Machtkampf um die Nachfolge Kretschmanns – eine Erbschaft, die gravierende Auswirkungen auf die zukünftige Regierungsarbeit haben könnte. Beide Kandidaten sind sich der Herausforderungen bewusst und versuchen, die Wähler mit maßgeschneiderten Botschaften zu überzeugen. Während die CDU den „neuen Schwung“ der Regierung anpeilt, kritisiert die CDU Umweltministerin Walker und spricht von einem „klimapolitischen Desaster“ im Kontext eines mutmaßlichen Treibhausgaslecks bei Solvay in Bad Wimpfen.

Der Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg zeigt sich also als eine spannende und scharfe Auseinandersetzung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen zur Regierungsführung. Wer sich hier durchsetzt, dürfte nicht nur die nächsten Jahre in Baden-Württemberg prägen, sondern auch weitreichende Impulse für die gesamte politische Landschaft setzen. Die Zeit bis zur Wahl verspricht, recht turbulent und aufschlussreich zu werden.