Neuburger Muslim-Gemeinde räumt Silvestermüll mit Herz und Tradition!

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Die Ahmadiyya-Gemeinde in Neuburg-Schrobenhausen säuberte am Neujahrsmorgen die Straßen von Silvestermüll und förderte Gemeinsinn.

Die Ahmadiyya-Gemeinde in Neuburg-Schrobenhausen säuberte am Neujahrsmorgen die Straßen von Silvestermüll und förderte Gemeinsinn.
Die Ahmadiyya-Gemeinde in Neuburg-Schrobenhausen säuberte am Neujahrsmorgen die Straßen von Silvestermüll und förderte Gemeinsinn.

Neuburger Muslim-Gemeinde räumt Silvestermüll mit Herz und Tradition!

Am 1. Januar 2026 haben Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Organisation in ganz Deutschland eine bemerkenswerte Aktion gestartet, um die Straßen von Silvestermüll zu befreien. In rund 250 Kommunen, darunter auch in unserer Region, engagieren sich die Mitglieder ehrenamtlich, um ein Zeichen der Dankbarkeit und Solidarität zu setzen. So auch in Neuburg, wo um 5.30 Uhr am Morgen elf Mitglieder der dortigen Gemeinde zur Tat schritten. Organisator Wakas Ashraf bemerkte erfreut, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Feuerwerk abgebrannt wurde, was sich positiv auf die Menge des gesammelten Mülls auswirkte. Die Aktion fand in Absprache mit den kommunalen Behörden statt und begann traditionell mit einem Friedensgebet, um die Verbundenheit mit der Heimat zu betonen.

In Rheydt trafen sich am selben Tag rund 30 Jugendliche der Ahmadiyya-Gemeinde. Nach einem Morgen Gebet um 7 Uhr begannen sie ihre Aufräumarbeiten auf dem Marktplatz, und das bereits zum 30. Mal. Diese engagierten jungen Menschen füllten etwa 20 Müllsäcke mit Überresten der Silvesternacht, darunter Raketenreste, alles unter frischen 2 Grad und einem leichten Wind. Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung, der für die gute Zusammenarbeit dankte, lobte das Engagement der Jugendlichen, das nicht nur zur Sauberkeit beiträgt, sondern auch Vorurteile abbaut und den Dialog fördert.

Eine bundesweite Tradition

Die Neujahrsaktion wird von der Ahmadiyya-Gemeinde als Zeichen des Engagements und der Integration verstanden. So berichtete ein Mannheimer Imam, dass die Gemeinschaft in Deutschland über 55.000 Mitglieder zählt. Viele dieser Familien schauen sich zwar Feuerwerke an, gehen dann aber früh ins Bett, um am nächsten Morgen aktiv an der Müllsammelaktion teilzunehmen. Über 200 Gemeinden aus Städten wie Stuttgart, Freiburg und Berlin beteiligen sich ebenfalls an dieser bedeutenden Tradition, wodurch die cleaner’s Initiative zu einer bundesweiten Bewegung wurde.

Die Ahmadiyya-Gemeinde ist nicht nur um Sauberkeit bemüht, sondern bietet auch zahlreiche wohltätige Aktivitäten an, wie Obdachlosenspeisungen und Seniorenbesuche. Ihr Ziel ist es, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten und die eigene Identität innerhalb Deutschlands zu stärken, trotz der Herausforderungen, denen sie in einigen Teilen der Welt gegenübersteht.

Die Neujahrsaktion wird demonstrativ in Zusammenarbeit mit den Städten durchgeführt. Die Gemeinden kontaktieren die lokale Abfallwirtschaft im Voraus und erhalten tatkräftige Unterstützung in Form von Müllsäcken und Handschuhen. Die Bedeutung von Sauberkeit hat im Islam einen hohen Stellenwert, und die Aktion wird als praktische Umsetzung dieser Werte verstanden. Während viele Teilnehmende auf Böller verzichten und ihr Geld stattdessen für soziale Zwecke spenden, steht der gemeinschaftliche Geist dieser Veranstaltung und das Zusammenwirken in unseren Städten im Vordergrund.

Mit der Initiative zeigen die Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde nicht nur ihren Respekt für die Umwelt, sondern auch ihr Bestreben, ein aktiver Teil der Gesellschaft zu sein. Diese Neujahrstradition ist mehr als nur ein Aufräumen; sie ist eine Verpflichtung zur Förderung des Dialogs und der Verbundenheit in der Gemeinschaft. Diese positiven Meldungen sind es, die uns in der aktuellen Zeit besonders viel Hoffnung geben.