Entdeckung in Nürnberg: Baldung-Grien-Zeichnung nach 500 Jahren wiederentdeckt!

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Ein 500 Jahre altes Werk von Baldung Grien, Dürers Schüler, wurde in Nürnberg entdeckt und bringt einen Wert von bis zu 3 Millionen Euro.

Ein 500 Jahre altes Werk von Baldung Grien, Dürers Schüler, wurde in Nürnberg entdeckt und bringt einen Wert von bis zu 3 Millionen Euro.
Ein 500 Jahre altes Werk von Baldung Grien, Dürers Schüler, wurde in Nürnberg entdeckt und bringt einen Wert von bis zu 3 Millionen Euro.

Entdeckung in Nürnberg: Baldung-Grien-Zeichnung nach 500 Jahren wiederentdeckt!

Eine sensationelle Entdeckung bereichert die Kunstwelt: Ein unbekanntes Werk des deutschen Renaissancekünstlers Hans Baldung Grien wurde nach über 500 Jahren wiederentdeckt. Der Silberstift-Zeichnung aus dem Jahr 1517 zeigt eine Frau und war bis zu ihrem Fund im Besitz einer elsässischen Familie. Der Fund wurde in einer Holzkiste entdeckt, die Teil eines Familienarchivs war. Die Familie hatte keine Ahnung von der Herkunft des Werks und ließ es von Kunstexperte Patrick de Bayser begutachten. Dieser bezeichnete die Entdeckung als „Schock“ und stellte die Seltenheit von Baldung-Zeichnungen in Privatbesitz fest. t-online berichtet, dass das Werk am 23. März bei einem Auktionshaus in Paris versteigert wird, wobei der geschätzte Wert zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro liegt.

Hans Baldung Grien, geboren um 1484 oder 1485 in Schwäbisch Gmünd, war ein talentierter Schüler von Albrecht Dürer. Er verbrachte mehrere Jahre in Dürers Werkstatt in Nürnberg, wo er von 1503 bis 1507 als Assistent arbeitete. Baldung zeichnete sich durch seinen unverwechselbaren Stil aus, der reich an Farben und Ausdruck ist. Seine Kunst spiegelt nicht nur persönliche Themen wider, sondern auch die kulturellen Strömungen seiner Zeit, einschließlich der Protestantischen Reformation, die er unterstützte. wikipedia hebt hervor, dass Baldungs Werke oft Matrizen von Tod, Hexerei und Geschlechterbeziehungen thematisieren, was ihn zu einem der innovativsten Künstler seiner Zeit machte.

Ein Blick auf die Lebensgeschichte

Baldungs künstlerische Ausbildung begann um 1500 im Oberrheingebiet. Er war der erste männliche Nachkomme seiner Familie, der nicht die Universität besuchte, was damals ein gewagter Schritt war. Nach seiner Zeit in Nürnberg ließ sich Baldung 1509 in Straßburg nieder, wo er nicht nur Bürger wurde, sondern auch zahlreiche bedeutende Aufträge erhielt. Hier entwickelte er seinen individuellen Stil weiter und setzte neue Maßstäbe in der Kunst.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Hexenversammlung“ (1510) und „Wetterhexen“ (1523), in denen seine frühe Faszination für die Themen Hexerei und Erotik deutlich wird. Baldung schaffte es, die Charaktere seiner Porträts stark zu individualisieren und legte dabei großen Wert auf die Ausdruckskraft seiner Modelle. Diese Merkmale spiegeln sich auch in seinen allermeisten Druckgrafiken wieder, die er für Bücher in Auftrag gab. wikipedia beschreibt seine Arbeiten als ein Schmelztiegel aus Mannerismus und deutscher Renaissance, was ihn zu einem der ersten deutschen Künstler macht, der sich diesen Themen intensiv widmete.

Die bevorstehende Auktion des entdeckten Werks von Baldung Grien wird mit Spannung erwartet. In einer Zeit, in der die Kunstwelt sich zunehmend mit dem Erbe und den werktheoretischen Aspekten der großen Meister auseinandersetzt, könnte dieser Fund zu einem Schlüsselstück für kommende Generationen von Kunstinteressierten und Historikern werden. Es bleibt abzuwarten, wo das Werk seinen neuen Platz finden wird und welche Geschichten es in Zukunft verkünden kann.