Vielfalt der Arbeit: Heike Geißler beleuchtet Gewinner und Verlierer

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Heike Geißler und Annett Gröschner diskutieren neue Werke über Arbeit und Frauenleben im 20. Jahrhundert bei der Kempowski Stiftung.

Heike Geißler und Annett Gröschner diskutieren neue Werke über Arbeit und Frauenleben im 20. Jahrhundert bei der Kempowski Stiftung.
Heike Geißler und Annett Gröschner diskutieren neue Werke über Arbeit und Frauenleben im 20. Jahrhundert bei der Kempowski Stiftung.

Vielfalt der Arbeit: Heike Geißler beleuchtet Gewinner und Verlierer

Heike Geißler, eine systemkritische Autorin aus Leipzig, hat mit ihrem neuen Buch „Arbeiten“ ein Werk veröffentlicht, das den vielschichtigen Sinn der Arbeit in unserer Gesellschaft beleuchtet. In ihrem etwa 120 Seiten langen Essay geht es um materielle und unsichtbare Arbeit, Gewinner und Verlierer. Geißler trifft auf eine Vielzahl von Menschen in ihrem Umfeld – von Immobilienhaien bis zu Obdachlosen – und stellt gewaltige Gräben zwischen Überleben und Wachstum fest. bremenzwei.de berichtet, dass dieses Buch mehr als eine bloße Abrechnung mit der Arbeitswelt unter neoliberalen Vorzeichen ist. Es ist eine tiefgehende Reflexion über das eigene Tun.

Das Buch lässt den Leser in eindrückliche, sinnliche Szenen eintauchen und veranschaulicht so die Allgegenwärtigkeit von Arbeit. Geißler gelingt der fließende Wechsel vom Besonderen ins Allgemeine, wodurch sie eine Brücke zu den vielen Facetten der Arbeitswelt schlägt. Dabei regt sie dazu an, die Arbeit hinter den alltäglichen Gebrauchsgegenständen zu hinterfragen. Sie zeigt auf, wie oft der Ursprung der Dinge in einer globalisierten Welt nahezu unsichtbar bleibt. Ihr Schreibstil wird als persönlich, vulnerabel und lebendig beschrieben und lässt die Leser:innen spüren, wie die Bedingungen von Arbeit im Freundeskreis und in der Nachbarschaft wahrgenommen werden hanser-literaturverlage.de.

Ein Blick auf „Schwebende Lasten“

Zusätzlich zu Geißlers Werk hat die Autorin Annett Gröschner ihren Roman „Schwebende Lasten“ veröffentlicht. Die Geschichte dreht sich um Hanna Krause, eine Blumenbinderin und Kranführerin aus Magdeburg, die in turbulenten Zeiten lebt. Ihre Erzählung erstreckt sich über zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, zwei Weltkriege und zwei Demokratien. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung, wie sie trotz des Verlustes von zwei ihrer Kinder weiterkämpfen muss. Ihr Leben steht symbolisch für die Herausforderungen, die gewähnliche Frauen im 20. Jahrhundert meistern mussten. Das Ende des Industriezeitalters wird ebenfalls zum zentralen Thema des Romans bremenzwei.de.

Was bedeutet „Arbeit“?

Die Begriffserklärung von „Arbeit“ reicht weit zurück. Der Ursprung des Wortes ist im mittelhochdeutschen „arbeit“ verankert, das wiederum auf das althochdeutsche „arbeit“ zurückgeht und aus dem proto-westgermanischen *arbaiþi entspringt. Es geht zurück auf das proto-germanische *arbaidiz und hat seine Wurzeln im proto-indoeuropäischen *h₃órbʰos, was „Waise, Diener, Sklave“ bedeutet. In der heutigen Sprachverwendung bezeichnet „Arbeit“ eine Vielzahl an Tätigkeiten – von Mühe und regelmäßiger Beschäftigung bis hin zu wirtschaftlicher Tätigkeit oder einem Beruf. Synonyme sind unter anderem Beschäftigung, Beruf oder Erwerbsarbeit. wiktionary.org.

Das Thema Arbeit wird auch in Geißlers und Gröchners Werken mit einer Selbstverständlichkeit behandelt, die den Leserinnen und Lesern neue Perspektiven eröffnet. Der Mitschnitt einer Veranstaltung in der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop wird am 1. Oktober 2025 ausgestrahlt und könnte eine spannende Möglichkeit bieten, die Gedanken beider Autorinnen weiter zu vertiefen.