Tunnelbau in Mörlenbach: Sprengung gibt Startschuss zur Umgehung!
Am 26. August 2025 begann in Mörlenbach der Tunnelbau für die B38-Umgehung. Diese Maßnahme wird Staus reduzieren und die Verkehrsinfrastruktur verbessern.

Tunnelbau in Mörlenbach: Sprengung gibt Startschuss zur Umgehung!
Am 26. August 2025 gab es in Mörlenbach (Kreis Bergstraße) einen feierlichen Anlass: Mit einer spektakulären Sprengung fiel der Startschuss für den Bau eines neuen Tunnels, der Teil der Ortsumgehung der B38 ist. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt für die Pendler im Odenwald, denn sie soll helfen, die täglichen Staus im Ort spürbar zu reduzieren. Rund 20.000 Fahrzeuge werden künftig auf die neue Umgehungsstraße umgeleitet, was für eine erhebliche Entlastung der Verkehrssituation sorgen dürfte. Dies berichtet ffh.de.
Das Bauprojekt hat mit Kosten von etwa 215 Millionen Euro auch eine immense finanzielle Dimension, wobei die gesamten Ausgaben vom Bund getragen werden. Der Tunnel an der Kisselhöhe wird mit einer Länge von 550 Metern nicht nur ein zentrales Element des Projekts sein, sondern auch eine innovative Lösung präsentieren: Er wird der erste bergmännische Tunnel in Deutschland sein, der über einen integrierten Rettungsweg verfügt – ein echter Fortschritt in der Sicherheitstechnik.
Feierliche Sprengung und Ausblick
Bei der Sprengung, die von Tunnelpatin Daniela Engelhardt, der Frau des Bergsträßer Landrats, mit einem symbolischen Knopfdruck eröffnet wurde, waren auch zahlreiche weitere Gäste anwesend. Bürgermeister Erik Kadesch hob hervor, wie wichtig die Umgehungsstraße für Mörlenbach sei. Landrat Christian Engelhardt ergänzte: Diese Umgehungsstraße sei nur der Anfang für infrastrukturelle Verbesserungen im Weschnitztal. Zudem gibt es bereits Pläne für zukünftige Projekte zur Verbesserung des Verkehrs in den Nachbarorten Rimbach und Fürth.
Die geplante Fertigstellung des Tunnels ist für 2028 angesetzt. Die gesamte Strecke, inklusive weiterer Tunnel und Talbrücken, soll bis 2029 vollendet sein. Diese Zeitspanne zeigt, wie ambitioniert die Pläne sind und welche positive Entwicklung die Region in den kommenden Jahren erleben könnte.
Tunnelbau in Deutschland
Die Entscheidung, die Umgehungsstraße zu bauen, reiht sich in einen größeren Kontext ein. Nach einer Analyse von tunnel-online.info macht der Tunnelbau in Deutschland derzeit interessante Entwicklungen durch. Im Jahr 2022/23 wurden bei der STUVA-Umfrage festgehalten, dass der Bau von Verkehrstunneln im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurückgegangen ist, während die Planungen für zukünftige Tunnelprojekte allerdings einen Anstieg verzeichnen.
Mit eigenen Projekten wie diesem Tunnel in Mörlenbach wird Deutschland versuchen, diese Tendenz umzukehren und den Ausbau der Infrastruktur voranzutreiben. Mörlenbach ist da nur ein Stückchen des Puzzles, das es zu lösen gilt, damit die Verkehrserleichterungen auch in den nächsten Jahren spürbar werden.
Insgesamt wird deutlich, dass mit dieser Umgehungsstraße nicht nur die örtlichen Gegebenheiten verbessert werden, sondern auch ein Zeichen für zukunftsgerichtete Verkehrsplanung gesetzt wird. Die Region wird auf jeden Fall auf das Baugeschehen aufmerksam schauen, denn hier dürfte sich in der nächsten Zeit so einiges tun – und vielleicht wird diese Initiative auch als Vorbild für andere Orte genommen.