In Kaiserslautern sind die Bürger*innen aufgerufen, aktiv zur Unterstützung der städtischen Bäume beizutragen. Anlässlich der anhaltenden Hitzewelle hat die Stadt eine Gieß-Aktion ins Leben gerufen. Ab sofort sollen Anwohner ihre Bäume vor der Haustür einmal pro Woche mit etwa 100 Litern Wasser versorgen, um den Pflanzen in dieser Trockenheit beizustehen. Das teilt die Stadt mit, denn nicht nur Menschen leiden unter diesen extremen Temperaturen, auch die Bäume geraten zunehmend unter Stress.

Wie SWR.de berichtet, warnt der Abteilungsleiter der Stadtbildpflege, dass insbesondere junge Bäume anfällig für Schädlinge werden. Seit April wird in der Stadt bereits täglich Wasser in Höhe von über 13.000 Litern an die Bäume verteilt, was bei den derzeitigen Bedingungen jedoch nicht ausreicht. Experten empfehlen, die Bäume langsam und gleichmäßig – optimalerweise am Abend – zu gießen, um eine bessere Wasserspeicherung zu gewährleisten.

Klimastress für Bäume

Die Herausforderung, die Bäume in Kaiserslautern zu retten, spiegelt ein größeres Problem wider, das viele Wälder betrifft. Ein Artikel von Deutschlandfunk erklärt, dass vor allem Buchen, die als die Retter der Wälder gelten, zunehmend unter Hitze und Dürre leiden. Professor Ansgar Kahmen von der Universität Basel zufolge zeigt eine Studie, dass viele Rotbuchen nach der extremen Dürre des vergangenen Jahres gesundheitliche Probleme aufweisen.

Doch es sind nicht nur Schädlinge wie der Borkenkäfer, die für das Absterben von Bäumen verantwortlich sind. Die Klimaforscher warnen, dass freie Wasserleitbahnen durch Luftembolien und unzureichende CO2-Versorgung eine ernsthafte Bedrohung für viele Baumarten darstellen. Die Prognosen deuten darauf hin, dass Dürreperioden und hohe Temperaturen in Zukunft häufig auftreten werden – eine Entwicklung, die alle Baumsorten vor große Herausforderungen stellt.

Kita-Neueröffnung und soziale Themen

<pNeben den Baumproblemen gibt es in Kaiserslautern auch erfreuliche Nachrichten: Im August öffnet die Bauernhof-Kita Neumühle ihre Türen für 20 Kinder. In dieser Einrichtung, die in einem Hofgut bei Münchweiler angesiedelt ist, dürfen die Kleinen alles über Kühe, Schweine und Ziegen lernen und zugleich lesen und schreiben. Die Verbandsgemeinde Winnweiler hat rund 400.000 Euro in den Umbau investiert, um den Kindern ein naturnahes und lehrreiches Umfeld zu bieten.

Allerdings wird die Stadt auch mit Herausforderungen konfrontiert. So wurde am Sonntag ein 76-jähriger Mann Opfer eines Angriffs durch einen Jugendlichen in Kaiserslautern. Der Täter, Teil einer Gruppe, flüchtete nach der Attacke, bei der das Opfer eine Platzwunde am Auge erlitt. Solche Vorfälle rufen nach präventiven Maßnahmen im sozialen Miteinander der Stadt.

Stadtverwaltung nimmt am CSD teil

<pAuf eine andere, aber nicht minder wichtige gesellschaftliche Entwicklung hat die Stadtverwaltung ihren Fokus gerichtet: Am 30. August nimmt sie am Christopher Street Day (CSD) teil, einer Veranstaltung, die für die Rechte von LGBTQ+ Personen einsteht. Trotz Kontroversen über die Neutralitätspflicht wird die Teilnahme der Stadtverwaltung als ein positives Zeichen gewertet.

<pIn der Gesamtheit zeigt sich, dass Kaiserslautern sich sowohl um die Umwelt als auch um die sozialen Belange seiner Bürger*innen kümmert. Von der Unterstützung der Bäume bis zur Schaffung neuer Bildungsangebote und der Förderung der Diversität – die Stadt ist darauf bedacht, in schwierigen Zeiten einen Schritt vorwärts zu gehen.