Husumer Schafmarkt: Triumph nach der Blauzungenkrise!
Am 23. August 2025 fand in Husum die erste Schafbock-Auktion nach der Blauzungenkrankheit statt; 550 prämiierte Tiere wurden versteigert.

Husumer Schafmarkt: Triumph nach der Blauzungenkrise!
Am 23. August 2025 fand in den Husumer Messehallen eine der größten Bock-Auktionen Deutschlands statt, die nach der Blauzungenkrise im letzten Jahr erstmals wieder organisiert wurde. Der Husumer Schafmarkt hatte einiges zu bieten und rund 550 prämiierte Tiere fanden neue Besitzer. Dies war ein wichtiges Ereignis für die Züchterinnen und Züchter, die mit den Folgen der Blauzungenkrankheit zu kämpfen hatten, die im Vorjahr viele Tiere getötet und die Branche vor große Herausforderungen gestellt hat. Wie ndr.de berichtet, befürchten Tierärzte, dass die Krankheit auch in diesem Jahr eine Rolle spielen könnte und so manches Gehege leer bleibt.
Die Geschäftsführerin des Landesverbands der Schaf- und Ziegenzüchter, Janine Bruser, wies zudem auf den Generationenwechsel unter den Züchtern hin, was zur Zurückhaltung bei der Anzahl der zur Versteigerung angebotenen Böcke führt. Der Durchschnittspreis für einen Bock lag im Vorjahr bei 716 Euro, und es gibt bereits Spekulationen über einen möglichen Anstieg der Preise in diesem Jahr. Bei der Auktion wurden einige außergewöhnliche Tiere präsentiert: Züchter stellten 1 A-Tiere im Ring vor, und die Prämierungen der besten Tiere fanden traditionell am Mittwochvormittag statt. Dabei wurden Kriterien wie Muskeln, Wolle und äußere Erscheinung bewertet.
Die Vielfalt der Rassen
Die Auktionen waren vielfältig und umfassten Rassen wie das Blauköpfige Fleischschaf, Suffolk und Swifter. Rund 70 Züchter aus verschiedenen Bundesländern, darunter Schleswig-Holstein, Hamburg, Bayern und Hessen, nahmen daran teil. Bei den Merinolandschafen waren die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf bei den Altersklassen I und II die Besten, während bei den Suffolks ein Bock von der Trinkl GbR an der Spitze stand. Auch die Schwarzköpfigen Fleischschafe und Texel-Böcke fanden ihre Sieger unter den Züchtern, was die große Wettbewerbsfähigkeit der Zuchtrasse eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie wochenblatt-dlv.de zeigt.
Die Situation in der Branche ist aufgrund der Blauzungenkrankheit ungewiss. Diese Krankheit ist seit 2014 in Europa verbreitet und hat in den letzten Jahren auch Deutschland erreicht. Symptome sind Fieber, Atembeschwerden und Entzündungen, die allzu oft fatale Folgen für die betroffenen Tiere haben. Seitdem wird dringend empfohlen, die Tiere zu impfen, um die Ausbreitung einzudämmen. Zahlreiche Bauern und Tierärzte machen sich Sorgen, dass die Probleme weiterbestehen könnten, wenn sich die Ausbreitung von BTV-4 und BTV-8 fortsetzt, wie fli.de informiert.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preise und die Verfügbarkeit der Tiere in den kommenden Monaten entwickeln werden. In einer Zeit, in der viele Landwirte unter Druck stehen, könnte der Husumer Schafmarkt neue Perspektiven für die Züchter bringen – und dazu beitragen, dass die wichtigen Traditionen der Schafzucht in der Region nicht in Vergessenheit geraten.