Achtung! Wolfshybride sind keine Haustiere – Tierschützer warnen!

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Experten warnen im Main-Kinzig-Kreis vor der Haltung von Wolfshybriden und den Risiken für Tier und Mensch – umfassende Informationen.

Experten warnen im Main-Kinzig-Kreis vor der Haltung von Wolfshybriden und den Risiken für Tier und Mensch – umfassende Informationen.
Experten warnen im Main-Kinzig-Kreis vor der Haltung von Wolfshybriden und den Risiken für Tier und Mensch – umfassende Informationen.

Achtung! Wolfshybride sind keine Haustiere – Tierschützer warnen!

Was ist da los in Hessen? Immer wieder gibt es Berichte über Wolfshybride, die in der falschen Umgebung landen. Diese tollen Mischlinge aus Hund und Wolf sind häufig als Haustiere gefragt, doch die Realität sieht anders aus. Die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin warnt eindringlich vor dem Kauf solcher Tiere. „Wolfshybride sind keine Haustiere“, stellt sie klar. Viele Käufer gehen irrtümlich davon aus, dass sich diese Mischlinge wie domestizierte Hunde verhalten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, wie neuste Vorfälle zeigen.

So wurde im Alternativen Bärenpark Worbis der Wolfshybrid Ronja untergebracht. In einem anderen Fall wurde ein Wolfshybrid in einem privaten Garten in Griesheim bei Darmstadt entdeckt. Die Zustände des Tieres waren alarmierend: Es wurde vom Tierheim Darmstadt übernommen und befand sich in einem miserablen Zustand. Der Vorbesitzer war mit der Haltung überfordert und der Kot des Tieres bestand fast nur aus Papier- und Blätterresten. Ein warnendes Beispiel, das immer wieder zeigt, wie schnell solche Tiere in Not geraten können.

Missverständnisse und Tierschutz

Viele Käufer glauben, sie könnten solche Tiere problemlos wie Hunde halten. Doch das Verhalten von Wolfshybriden ist deutlich scheuer, ängstlicher und territorialer. Besonders nach der Geschlechtsreife zeigen sie oft einen starken Jagdtrieb, der in einer Vielzahl von Situationen problematische Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Züchter, die nach profitablen Geschäften streben, nutzen häufig fragwürdige Methoden und verkaufen die Tiere oft mit dubiosen Papieren, die sie als „normale“ Hunde ausweisen. In Deutschland sind Wolfshybriden der ersten vier Generationen sogar als Wildtiere klassifiziert und unterliegen dem strengen Artenschutzrecht. Damit sind ihre Zucht und Haltung hierzulande verboten. Erst ab der fünften Generation gelten sie unter Tierschutz- und Gefahrenabwehrgesetzen.

Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein: Die Haltung dieser Tiere kann in Privathand schnell überfordernd werden. Tierschutzwidrige Zustände sind oft die Folge und führen nicht selten zur Abgabe oder Wegnahme der Tiere. In diesem Zusammenhang hat sich auch Peter Thomé, ein ehrenamtlicher Wolfsberater aus dem Main-Kinzig-Kreis, geäußert. Er konnte keine ähnlichen Fälle in seiner Region benennen, was allerdings nicht darüber hinwegtröstet, dass die Problematik generell besteht.

Fazit

Die verantwortungsvolle Haltung von Wolfshybriden erfordert nicht nur spezielles Fachwissen, sondern auch hohe Sicherheitsstandards. Daher ist es umso wichtiger, dass potenzielle Käufer gut informiert sind und auf die Warnungen von Experten hören. Die Botschaft ist klar: Finger weg von Wolfshybriden, wenn man ihnen nicht die geeigneten Lebensbedingungen bieten kann. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern – Wolfshybride sind keine Haustiere, sondern Wildtiere, die in der richtigen Umgebung zuhause sind.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Wolfshybriden lesen Sie die Berichte von FNP und Zeit.de.