Kita-Gebühren kehren zurück: Marburgs Eltern in Aufruhr!
Marburg führt ab 2026 wieder Kita-Gebühren ein. Erfahren Sie mehr über Preise und Vergleich mit Nachbargemeinden.

Kita-Gebühren kehren zurück: Marburgs Eltern in Aufruhr!
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! In Marburg gibt es Neuigkeiten, die für Eltern von kleinen Kindern von Interesse sind. Nach einer langen Phase der kostenlosen Kinderbetreuung führen die Stadtverantwortlichen nun wieder Kita-Gebühren ein. Diese Entscheidung betrifft ab Frühjahr 2026 alle, die ihre Kinder in Kindergärten außerhalb der Regelbetreuungszeiten bringen. op-marburg.de berichtet von einem Stundensatz von 30 Euro für diese Betreuungsmöglichkeiten, was für viele Familien eine neue finanzielle Herausforderung darstellen wird.
Wie sich die Gebührensituation weiter gestalten wird, zeigt ein Überblick der verschiedenen Preise in angrenzenden Gemeinden. So sind etwa im Landkreis Marburg-Biedenkopf die ersten sechs Stunden der Betreuung für Über-Dreijährige durch Steuergeld des Landes Hessen abgedeckt, was eine Erleichterung darstellt. Ab der siebten Stunde allerdings müssen Eltern mit zusätzlichen Kosten rechnen. In Lahntal etwa liegen die Gebühren für einen Ganztagsplatz bei 135 Euro, während Cölbe einen Stundensatz von etwa 30 Euro ansetzt und bis 2029 jährlich um 1-2 Euro anheben möchte. In Ebsdorfergrund verlangen die Träger 120 Euro für eine neun Stunden Betreuung.
Kostenübersicht für Eltern
Im kommenden Jahr stehen einigen Familien entscheidende Veränderungen ins Haus. Ab dem 1. Januar 2026 wird ein täglicher Zehn-Stunden-Platz in Marburg dann sage und schreibe 195 Euro kosten – und das soll ab 2028 sogar auf 260 Euro steigen. Doch auch in den Nachbargemeinden zieht der Preis an: In Cölbe sind ab 2024 bereits 330 Euro fällig, ab 2027 sogar 450 Euro für einen solchen Platz. Gebührentechnisch können die Eltern in Lahntal und Weimar ebenfalls nicht entspannen: In Lahntal werden für zehn Stunden 378 Euro fällig, während die Kommune Weimar mit 281 Euro deutlich günstiger ist.
- Preise in Marburg und Nachbargemeinden:
- Marburg (ab 01.01.2026): 195 Euro für Zehn-Stunden-Platz
- Cölbe (ab 2024): 330 Euro
- Cölbe (ab 2027): 450 Euro
- Lahntal: 378 Euro für zehn Stunden
- Weimar: 281 Euro für zehn Stunden
Besonders wichtig zu erwähnen ist, dass die Krippenbeiträge in allen Kommunen höher sind, da der Landeszuschuss nicht für diese Einrichtungen gilt. Viele von den Satzungen der Gemeinden bieten jedoch Ermäßigungen für Geschwisterkinder an, was für das ein oder andere Familienbudget eine spürbare Entlastung bringen kann. Zudem kostet das Essensgeld zusätzlich meist um die 60 Euro pro Monat.
Online-Anmeldung und Unterstützung für Eltern
Eltern in Marburg haben es seit dem 01.07.2021 leichter, ihre Sprösslinge anzumelden. Über das Anmeldeportal Little Bird können sie bequem von zu Hause aus festlegen, welche Einrichtung ihren Vorstellungen entspricht. Hier finden Sie auch alle Informationen zu Altersgruppen und den pädagogischen Schwerpunkten der verschiedenen Einrichtungen. Persönliche Beratungen sind ebenfalls vorgesehen und können vor Ort in den Einrichtungen stattfinden. marburg.de bietet zudem eine Broschüre mit den Tageseinrichtungen für Kinder in Marburg an.
Für alle, die Hilfe bei der Online-Anmeldung benötigen, gibt es Sprechstunden, wo man sich ausführlich beraten lassen kann. Die ersten Anlaufstellen sind der Familiennetzwerk Richtsberg sowie der Fachdienst Kinderbetreuung, die stets bereit sind, die Eltern zu unterstützen.
Zusammengefasst zeigt sich, dass sich viele Familien in Zukunft auf eine neue finanzielle Lage einstellen sollten, während die Stadt Marburg mit verschiedenen Angeboten zur Unterstützung und Beratung aufwartet. Bleiben Sie informiert und nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen!