Campus Göttingen ausgestorben: Studierende vor verschlossenen Türen!

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Der Zentralcampus der Uni Göttingen ist während der Weihnachtszeit geschlossen, was zu einer ruhigen Stimmung führt.

Der Zentralcampus der Uni Göttingen ist während der Weihnachtszeit geschlossen, was zu einer ruhigen Stimmung führt.
Der Zentralcampus der Uni Göttingen ist während der Weihnachtszeit geschlossen, was zu einer ruhigen Stimmung führt.

Campus Göttingen ausgestorben: Studierende vor verschlossenen Türen!

Auf dem Zentralcampus der Universität Göttingen sind die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage deutlich spürbar. Vor dem Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) stehen die Sitzbänke unbesetzt und auch die Fahrradständer an der Kirschbaumallee sind nahezu leer. Normalerweise wimmelt es um die Mittagszeit von Studierenden und Lehrenden, doch aktuell ist es so ruhig, dass selbst die Beleuchtung in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) ausgeschaltet ist. Diese ist bis zum 4. Januar für Besucher:innen geschlossen, was besonders für einige Auslandsstudierende wie einen Mann aus Ghana, der vor den verschlossenen Türen steht, frustrierend ist. Viele Passanten nutzen dennoch den Campus als Abkürzung zur Innenstadt oder Nordstadt, während eine Passantin die Stimmung treffend als „ausgestorben, ein bisschen leer“ beschreibt. Lediglich ein Paketbote und ein Elektriker sind auf dem Campus unterwegs. Im Lern- und Studiengebäude (LSG) hingegen nutzen einige wenige Personen die ruhige Zeit zum Arbeiten, denn hier brennt in einigen Arbeitskabinen noch Licht.

Die Betriebsruhe an der Georgia Augusta gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich zu erholen und ihre Batterien aufzuladen, bevor das neue Semester beginnt. In einem Jahr voller Herausforderungen und Veränderungen, insbesondere durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, ist die Rückkehr zum Präsenzbetrieb in den Hochschulen der ganzen Republik bemerkenswert. Laut dem Bildungsserver haben viele Hochschulen, so auch die Universität Göttingen, ab dem Wintersemester 2022/23 weitgehend auf Präsenzveranstaltungen umgestellt, auch wenn die Regelungen zum Nachteilsausgleich weitgehend ausgelaufen sind.

Studienplatz-Losverfahren und Neuanmeldungen

Für alle zukünftigen Studierenden gibt es aktuell interessante Informationen. An der Universität Göttingen wird ein Losverfahren für Studienplätze im 1. Fachsemester nur durchgeführt, wenn nach den regulären Vergabeverfahren noch freie Plätze vorhanden sind. Dabei gibt es zwei Arten von Losverfahren. Zum einen das koordinierte Nachrücken, das von hochschulstart.de für Studiengänge im Rahmen des dialogorientierten Serviceverfahrens (DoSV) durchgeführt wird. Zum anderen gibt es ein hochschuleigenes Losverfahren für alle zulassungsbeschränkten Bachelor- und Staatsexamensstudiengänge. Medizin und Zahnmedizin gehören ebenfalls dazu und nehmen teil, sobald Restplätze verfügbar sind.

Die Anmeldungsfristen für die Neubewerbungen laufen vom 28. August bis 30. September. Interessierte, die sich bereits beworben haben, können ihre Teilnahme am Losverfahren zwischen dem 25. und 27. August bestätigen. Dabei bleibt ein bereits erhaltener Studienplatz durch die Teilnahme an den Losverfahren erhalten, was für viele angehende Studierende wichtig ist. Außerdem können sich Bewerber, die im regulären Verfahren keinen Platz erhalten haben, ebenfalls für das Losverfahren registrieren. Alle relevanten Informationen zur Teilnahme, wie etwa das Online-Formular oder das Einschreibungsportal, sind direkt auf der Webseite der Universität zu finden.

Digitalisierung und die Herausforderungen der Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Hochschullandschaft in Deutschland nachhaltig verändert. Die digitale Transformation wurde beschleunigt und viele Hochschulen mussten neue Lehrstrategien entwickeln, um den Studierenden weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Studien und Umfragen zeigen, dass sowohl Studierende als auch Lehrende während der digitalen Semester wertvolle Erfahrungen gesammelt haben, die den Grundstein für eine zukunftsorientierte Hochschulbildung legen können.

In diesem Zusammenhang unterstützt das Hochschulforum Digitalisierung die Hochschulen dabei, digitale Formate und Werkzeuge in die Lehre zu integrieren. So wurden zahlreiche Ressourcen und Leitfäden bereitgestellt, die sowohl Lehrenden als auch Studierenden helfen, den Sprung ins Digitale zu meistern. Die Herausforderungen der Pandemie könnten der Hochschuldidaktik also möglicherweise auf lange Sicht zu mehr Flexibilität und Innovation verhelfen.

Für die Studierenden der Universität Göttingen ist das Jahr 2026 mit neuen Möglichkeiten und Herausforderungen gefüllt. Die aktuelle Ruhe auf dem Campus bietet eine perfekte Gelegenheit, sich auf das kommende Semester vorzubereiten. Mal sehen, wie es weitergeht!