Blitzermillionen für Holzminden: So viel verdient der Landkreis mit HOLGA!
Im Landkreis Holzminden wurden durch den Blitzeranhänger HOLGA wichtige Verkehrsdaten erfasst, um die Sicherheit zu verbessern.

Blitzermillionen für Holzminden: So viel verdient der Landkreis mit HOLGA!
Im Landkreis Holzminden sorgt der mobile Blitzeranhänger „HOLGA“ für Aufregung. Seit seiner Inbetriebnahme Mitte 2023 hat die semi-stationäre Geschwindigkeitsmessanlage ordentlich für Wind gesorgt – nicht nur, weil sie zahlreiche Geschwindigkeitsüberschreitungen erfasst hat, sondern auch, weil sie dem Landkreis eine beachtliche Summe in die Kassen gespült hat. Insgesamt 428.808,65 Euro an Bußgeldern und Verwarnungen konnten 2024 verzeichnet werden, wobei etwa 262.000 Euro auf Bußgelder und rund 166.000 Euro auf Verwarnungsgelder entfielen, wie die Webseite Holzminden-News berichtet.
Doch wie wird entschieden, wo „HOLGA“ zum Einsatz kommt? Der Landkreis hat strenge Kriterien für die Auswahl der Messstellen festgelegt. Schwerpunkte liegen auf Bereichen mit häufigen Unfällen und erhöhtem Gefährdungspotenzial. Auch Hinweise aus der Bevölkerung zu problematischen Verkehrssituationen spielen eine wesentliche Rolle. Das Straßenverkehrsamt kümmert sich um die Prüfung der Eignung und Notwendigkeit der Messstandorte, sodass die Bürger die Sicherheit im Straßenverkehr aktiv mitgestalten können. Insgesamt war „HOLGA“ an 330 Tagen im Einsatz und bediente 36 unterschiedliche Messstellen, was zeigt, dass hier ein gutes Händchen bewiesen wird, um Unfälle zu vermeiden. Meine Online Zeitung weist darauf hin, dass das Ergebnis der Geschwindigkeitsüberwachung unter anderem aus 5.755 Geschwindigkeitsüberschreitungen und 3.248 ausgestellten Bußgeldbescheiden besteht.
Das große Geschäft mit den Blitzergebühren
Was sind die konkreten Zahlen, die „HOLGA“ dem Landkreis gebracht hat? Allein durch den mobilen Blitzeranhänger konnte der Landkreis 380.808,50 Euro generieren. Im Vergleich dazu kamen von fest installierten Anlagen weitere 201.902,49 Euro. Dabei ist auffällig, dass die Einnahmen durch „HOLGA“ im Jahr 2024 auf über 428.000 Euro stiegen, während die Anzahl der gemessenen Verstöße im gleichen Jahr mit 6.234 das Doppelte im Vergleich zu 2023 beträgt, in dem die Blitzeranlage ja erst ab Juni zum Einsatz kam.
Der überwiegende Teil der registrierten Verstöße kam dabei aus den Gemeinden Hehlen, Eimen und Amelungsborn. Laut der aktuellen Auswertung von Meine Online Zeitung wurden 3.892 Verstöße an stationären Anlagen registriert, während die mobile Anlage 5.755 Geschwindigkeitsübertretungen erfasste, die zu einem strengen „Schau mal hier!“ seitens der Polizei führten. Bei den besonders schweren Verstößen, etwa ein überaus rasanter Fahrer, der mit 168 km/h auf der B64 geblitzt wurde, muss ein Bußgeld von 900 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot erwartet werden.
Technische Herausforderungen und Fortschritte
Technische Probleme? Die gab’s auch, aber diese konnten rasch behoben werden, sodass die Funktionalität der Blitzeranlage stets gewährleistet blieb. Die Bürger können sich also sicher sein, dass die Geschwindigkeit auf ihren Straßen permanent überwacht wird. Das Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit müssen konstant im Auge behalten werden, um den Verkehr sicherer zu gestalten.
Insgesamt zeigt sich, dass „HOLGA“ nicht nur ein effektives Mittel zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist, sondern auch ein lukratives Geschäft für den Landkreis Holzminden darstellt. Die Verantwortlichen scheinen die richtige Strategie gefunden zu haben, um sowohl Sicherheit als auch finanzielle Mittel in Einklang zu bringen.