Heldin der Wildtiere: Bad Gandersheimerin rettet 500 Tiere jährlich!
Hildegunde Steffens führt in Northeim eine Rettungsstation für Wildtiere, pflegt jährlich 500 Tiere und informiert über Wildtierschutz.

Heldin der Wildtiere: Bad Gandersheimerin rettet 500 Tiere jährlich!
Während die Natur sich um uns entfaltet, gibt es viele unsichtbare Helfer, die sich um das Wohl unserer Wildtiere kümmern. So zum Beispiel Hildegunde Steffens aus Bad Gandersheim, die seit über 25 Jahren unermüdlich dafür sorgt, dass verletzte und hilflose Wildtiere die notwendige Pflege erhalten. Sie ist nicht nur die Vorsitzende des Nabu Harzvorland, sondern plant auch eine neue Rettungsstation südlich von Göttingen, um ihre wertvolle Arbeit weiter auszubauen. Jährlich betreut sie etwa 500 Tiere, darunter Igel, Siebenschläfer und Kormorane, und bringt dafür eine beträchtliche Portion Herzblut auf.
Davon berichtet HNA. Ihre außergewöhnliche Hingabe zeigt sich nicht nur in der Zahl der Tiere, die sie betreut, sondern auch in den speziellen Futteransprüchen dieser Tierarten. Steffens setzt auf gefrorene Küken, Mäuse, Würmer, Nüsse und Zapfen, um die Tiere naturgerecht zu ernähren. Zudem gibt sie in Vorträgen wertvolle Tipps zur Wildtierrettung und ist auf Spenden angewiesen, um etwa 80% ihrer Kosten zu decken. Ihr Engagement zeigt einmal mehr, wie wichtig solche Initiativen für die Erhaltung der Tierwelt sind.
Vielfalt der Betreuungsstationen in Niedersachsen
In Niedersachsen gibt es insgesamt 16 ehrenamtliche Betreuungsstationen, die nach § 45 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz anerkannt sind. Diese Stationen sind darauf spezialisiert, verletzte, kranke oder hilflose Wildtiere aufzunehmen, zu pflegen und wieder auszuwildern, wie die NLWKN informiert. Nicht wildbahntaugliche Tiere werden häufig in Projekte zur Erhaltungszucht überführt oder finden ihren Platz in zoologischen Einrichtungen.
Das Nabu-Artenzentrum Leiferde beispielsweise hat im vergangenen Jahr über 2000 Wildtiere aus rund 200 Arten aufgenommen. Hildegunde Steffens trägt ihren Teil zu dieser beeindruckenden Statistik bei und sorgt dafür, dass viele Tiere eine zweite Chance bekommen. Dies zeigt einmal mehr, wie notwendig solche Stationen sind, um die Biodiversität in unserer Region zu bewahren.
Tipps zur Wildtierrettung
Wenn Sie auf ein verletztes Wildtier stoßen, ist es wichtig, besonnen zu handeln. Laut Wildtierschutz Deutschland sollten Sie das Tier sichern und ein Foto machen, um genaue Informationen für die Fachleute bereit zu haben. Füttern oder Tränken sollten Sie die Tiere nicht, da falsche Ernährung oft mehr schadet als nützt. Sollten Sie ein scheinbar hilfloses Jungtier entdecken, wie bei einem Rehkitz oder einem Hasen, lassen Sie es in Ruhe: Oft sind die Mütter in der Nähe und kümmern sich um ihre Kleinen.
Ob durch die ehrenamtliche Arbeit von Menschen wie Hildegunde Steffens oder die Unterstützung durch offizielle Stellen – die Rettung und Pflege von Wildtieren bleibt ein wichtiges Anliegen, das uns alle betrifft. Ein kleiner Beitrag, wie das Teilen von Informationen oder das Spenden für diese Stationen, kann entscheidend dafür sein, dass unsere heimischen Tiere auch morgen noch in unserer Natur leben können.