Winterwarnung: Streik trifft Straßenbetrieb am 20. Januar in Stade!
Am 20. Januar 2026 kommt es in Stade wegen eines Warnstreiks zu möglichen Einschränkungen im Winterdienst auf Straßen.

Winterwarnung: Streik trifft Straßenbetrieb am 20. Januar in Stade!
Alle Augen sind auf den 20. Januar gerichtet, denn dann wird in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen ein Warnstreik der Straßenmeistereien stattfinden. Dies kündigt kreiszeitung-wochenblatt.de an, wobei vor allem der Winterdienst auf den Bundes- und Landesstraßen betroffen sein wird. Verkehrsteilnehmende sollten sich auf mögliche Verzögerungen einstellen und vorsichtig sein, wenn sie die Straßen nutzen.
Die Situation ist nicht ohne Herausforderungen, denn vor allem die Räumungs- und Streuarbeiten könnten am Streiktag eingeschränkt sein. Die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die für die Verkehrssicherheit sorgen, werden sich dem Protest anschließen, auch wenn die genaue Zahl der Beteiligten momentan noch unklar ist. In Niedersachsen sind etwa 1.200 Beschäftigte in 56 Straßenmeistereien tätig, die zusammen für rund 16.200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie 9.200 Kilometer Radwege zuständig sind.
Winterdienst unter Druck
Gerade angesichts der winterlichen Bedingungen ist der Einsatz der Straßenmeistereien von großer Bedeutung. Der aktuelle Winterdienst hat zum Ziel, die Fahrbahnen auch bei widrigen Wetterverhältnissen griffig zu halten. Im Winter 2022/23 wurden bereits rund 52.000 Tonnen Streumaterial eingesetzt. Zum Vergleich: Im Winter 2012/13 waren es ganze 145.000 Tonnen, während im milden Winter 2018/19 nur 44.000 Tonnen benötigt wurden.
Doch der bevorstehende Warnstreik hat bereits Spuren hinterlassen. Während die Gewerkschaft Verdi die Arbeiter mobilisiert, um die Forderung nach einer Lohnerhöhung von 10,5 Prozent sowie weiteren finanziellen Verbesserungen für Nachwuchskräfte zu unterstreichen, bleibt abzuwarten, wie sich die Verkehrslage entwickeln wird. Die Polizei hat zum Glück bis jetzt von einem Verkehrschaos berichtet, was den Autofahrern eine gewisse Atempause verschafft.
Verhandlungsdruck auf der Straße
Einige private Räumdienste sind bereits aktiv, um die notwendigen Arbeiten zu übernehmen, allerdings benötigen diese in der Regel mehr Zeit. Die Gewerkschaft informiert darüber, dass am Streiktag auch in den umliegenden Bundesländern mit ähnlichen Einschränkungen zu rechnen ist. Die Tarifverhandlungen betreffen rund 1,1 Millionen Angestellte und 1,4 Millionen Beamte und als Highlight ist auch eine dritte Verhandlungsrunde für den 7. Dezember angesetzt.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der bevorstehende Warnstreik sowohl für Autofahrer als auch für die zuständigen Dienststellen eine ungewisse Situation schafft. Allen Beteiligten muss klar sein, dass dies nicht nur ein Protest ist, sondern auch das Bewusstsein für die Herausforderungen im Winterdienst schärfen soll. In jedem Fall heißt es jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren und möglichst gut durch die kommenden Tage zu kommen.