Zugspitz-Gipfelkreuz wird restauriert: Stickerflut sorgt für Gefahr!
Das goldene Gipfelkreuz der Zugspitze wird restauriert. Die Arbeiten beginnen am 28. November nach Entfernung von Hunderten Stickern.

Zugspitz-Gipfelkreuz wird restauriert: Stickerflut sorgt für Gefahr!
Das goldene Gipfelkreuz an der Zugspitze, das stolze 4,88 Meter hoch ist und 300 Kilogramm wiegt, hat in den letzten Jahren eine unerwartete Verwandlung durchlaufen. Dank der zunehmenden Beliebtheit von Stickern, die von Besuchern auf das Kreuz geklebt werden, benötigt das Monument nun eine dringend nötige Restaurierung. Aktuell ist das Kreuz mit Hunderten von Aufklebern in drei Schichten überzogen, was in den folgenden Wochen behoben werden soll. Kreiszeitung berichtet von den anstehenden Maßnahmen zur Wiederherstellung des Kreuzes, die am 28. November abgeschlossen sein sollen – pünktlich zum Start der Skisaison.
Um das Kreuz zu demontieren, wird ein Helikopter eingesetzt, der es sicher aus 2.962 Metern Höhe abholt. Der Transport ins Tal erfolgt anschließend per Lastwagen zur Werkstatt der erfahrenen Kunstschmiedin Andrea Würzinger in Eschenlohe. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Für die Arbeiten sind insgesamt 500 Blatt hauchdünnes Blattgold bestellt worden, die sich auf etwa 1.500 Euro belaufen.
Herausforderungen für die Besucher
Die steigende Stickeranzahl ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Bereits 1993 wurden nur drei Sticker gezählt, 2017 waren es rund 70, und nun sind es Hunderte. Besucher müssen oft akrobatische Fähigkeiten unter Beweis stellen, um ihre Aufkleber anzubringen, was nicht ohne Risiken ist. Der Weg zum Gipfelkreuz kann gefährlich sein, da er oft rutschig und schneebedeckt ist. Zudem vermutet man, dass sich einige Besucher zum Posieren für Fotos an die Strahlen des Kreuzes hängen, was bereits zu Rissen und dem Abbrechen zweier Strahlen geführt hat.
Die Familie Würzinger, die seit Jahrzehnten für die Gipfelkreuze an der Zugspitze verantwortlich ist, wird beim Restaurierungsprozess auch die Strahlen des Kreuzes genauer inspizieren. Das originale Kreuz aus dem Jahr 1851, das noch Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg aufweist, ist mittlerweile im Museum Werdenfels ausgestellt.
Beste Besuchszeiten beachten
Wer sich auf den Weg zur Zugspitze machen möchte, sollte die Wetterbedingungen im Auge behalten. Planning von Ausflügen in die Alpen kann trickreich sein, da sich das alpine Wetter innerhalb von Stunden drastisch verändern kann. Daher empfiehlt sich für einen Besuch der Zugspitze, bei guter Sicht früh am Tag zu starten. Rick Steves rät, die erste Gelegenheit zu nutzen, die das Wetter bietet, um Menschenmengen zu vermeiden.
Mit der Restaurierung des goldenen Gipfelkreuzes wird nicht nur ein wichtiges Wahrzeichen der Zugspitze wieder in seinen alten Glanz versetzt, sondern auch die Sicherheit der Besucher verbessert. Man darf gespannt sein, wie sich das Kreuz nach der Rückkehr ins Hochgebirge präsentieren wird. Die Kombinationsmöglichkeiten für einen schönen Tag in den Alpen sind unbegrenzt, aber die Erlebnisse an und um das Gipfelkreuz sind sicher die Rückkehr wert.