250 Menschen demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch in Aachen!

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Am 18. Januar 2025 erinnert eine Demo in Aachen an den rechtsextremen Aufmarsch, organisiert von antifaschistischen Gruppen.

Am 18. Januar 2025 erinnert eine Demo in Aachen an den rechtsextremen Aufmarsch, organisiert von antifaschistischen Gruppen.
Am 18. Januar 2025 erinnert eine Demo in Aachen an den rechtsextremen Aufmarsch, organisiert von antifaschistischen Gruppen.

250 Menschen demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch in Aachen!

Ein Jahr nach einem rechtsextremen Aufmarsch am 18. Januar 2025 haben am vergangenen Sonntag in Aachen rund 250 Menschen demonstriert, um an die Geschehnisse zu erinnern und ein Zeichen gegen den Faschismus zu setzen. Der Protest wurde von antifaschistischen und linksradikalen Gruppen organisiert, deren Motto lautete: „Antifaschistisch denken – handeln – leben“ (aachen.t-online.de).

Die Demonstration begann am frühen Abend um 16 Uhr am Bahnhof Rothe Erde. Die Teilnehmer zeigten sich empört über die Genehmigung des Aufmarsches von etwa 150 Rechtsextremen durch die Polizei und verwiesen auf die massiven Gegenproteste. Eine Rednerin kritisierte die Polizeihandlungen scharf und erklärte, die Polizei hätte den „Nazis den Weg durch Aachen frei geprügelt“. Diese Worte hallen nicht nur in Aachen, sondern auch in anderen Städten wider, in denen ähnliche Spannungen und Protestaktionen stattfinden, wie etwa in Marzahn-Hellersdorf, wo kürzlich ein Neonazi-Aufmarsch stattgefunden hat (taz.de).

Die Stimmung auf der Demonstration

Bei der Aachener Demonstration wurden auch Pyrotechnik, wie Leuchtfackeln und Rauchpatronen, gezündet. Der Rückhalt für die Veranstaltung war sichtbar stark, was sich auch an den kreativen Protestformen zeigte. Teilnehmer warfen Christbaumkugeln, gefüllt mit roter und schwarzer Farbe, gegen das Gebäude, in dem Polizei und Ordnungsamt eine Anlaufstelle hatten. Auf dem Dach der Klangbrücke entrollten Sympathisanten ein Banner, während im hinteren Teil der Demo oft nur Musik erklang (aachen.t-online.de).

Ein Mitorganisator, Paul, sprach in seiner Ansprache über die steigende Repression gegen Antifaschisten und kritisierte einen immer autoritärer handelnden Staat. Seine Äußerungen bezogen sich auch auf Ermittlungsverfahren gegen linksradikale Gruppen in Städten wie Düsseldorf, Dresden und Budapest. Dies verdeutlicht nicht nur die lokale, sondern auch die europäische Dimension antifaschistischer Kämpfe.

Antifaschistische Mobilisierung in anderen Städten

Ein Blick auf zeitgleich stattfindende Proteste zeigt, dass der Kampf gegen Neonazis keine Einzelfrage in Aachen ist. In Marzahn-Hellersdorf fand am selben Wochenende eine antifaschistische Demonstration mit etwa 1.500 Teilnehmern unter dem Motto „Patriarchat sterben lassen – antifaschistisch kämpfen“ statt. Diese hohe Teilnehmerzahl war eine direkte Reaktion auf einen angekündigten Aufmarsch von Neonazis, der ebenfalls eine wichtige Thematik in der aktuellen politischen Diskussion darstellt (taz.de).

Vor dem Hintergrund dieser bundesweiten Mobilisierungen könnte man sagen: Hier liegt wirklich etwas an. In einer Zeit, in der die Gesellschaft polarisiert ist und extremistisches Gedankengut immer offener geäußert wird, sind solche Demonstrationen nicht nur wichtig, sondern notwendig. Der Widerstand gegen rechte Strömungen muss stets lebendig gehalten werden, egal ob in Aachen, Marzahn oder anderswo.