Schleuser-Skandal in Düren: Landrat Spelthahn suspendiert!

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Im Kreis Düren steht der Landrat Wolfgang Spelthahn wegen eines Schleuser-Skandals unter Beschuss und wurde suspendiert.

Im Kreis Düren steht der Landrat Wolfgang Spelthahn wegen eines Schleuser-Skandals unter Beschuss und wurde suspendiert.
Im Kreis Düren steht der Landrat Wolfgang Spelthahn wegen eines Schleuser-Skandals unter Beschuss und wurde suspendiert.

Schleuser-Skandal in Düren: Landrat Spelthahn suspendiert!

Im Kreis Düren sorgt ein schwerwiegender Schleuser-Skandal für Aufregung und Misstrauen. Der seit über 25 Jahren amtierende Landrat Wolfgang Spelthahn wurde am Freitag von der Bezirksregierung Köln suspendiert. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen, die sich um mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aufenthaltserlaubnissen an Drittstaatsangehörige drehen. Die Suspendierung tritt am 8. November in Kraft und soll der Verfahrenssicherung dienen, um die beteiligten Personen zu schützen, wie die Rundschau berichtet.

Die Ermittlungen sind bereits seit April im Gange, als Ermittler der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zahlreiche Razzien im Kreis Düren durchführten. Damals wurden 221 Objekte nach Hinweisen auf Bestechlichkeit durchsucht und dabei mehr als 1,2 Millionen Euro Bargeld sowie 300 Handys und Laptops sichergestellt. Die Schleuserbande wird verdächtigt, wohlhabenden Personen aus China und dem Oman illegal Aufenthaltserlaubnisse zu beschaffen. In diesem Kontext sind auch zwei Anwälte und ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung vorübergehend festgenommen worden.

Die Rolle von Ferdinand Aßhoff

Nach der Suspendierung von Spelthahn wurde Ferdinand Aßhoff als Landesbeauftragter nach Düren geschickt. Aßhoff, der bis zu seiner Pensionierung die Abteilung „Kommunales“ bei der Bezirksregierung Arnsberg leitete, hat bereits Verantwortung übernommen und nimmt nicht unbequeme Entscheidungen vor. Die Wiedereinführung von Kita-Gebühren im Kreis gehört zu seinen ersten Maßnahmen. In seiner neuen Rolle versucht Aßhoff, den Kreis Düren neu aufzustellen und gleichzeitig die Kommunen zu schützen. Die Mehrheit der Mitarbeiter der Kreisverwaltung sei nicht in die Affäre verwickelt, betont er, was Hoffnung auf eine Wiederherstellung des Vertrauens gibt, wie WDR berichtet.

Auch die Reaktionen aus der Politik sind deutlich. Thomas Wilk, der Kölner Regierungspräsident, spricht von der dringenden Notwendigkeit, eine integre Persönlichkeit zu finden, um das Vertrauen in die Verwaltung wiederherzustellen. Marion Schunck-Zenker, die Sprecherin der Bürgermeister im Kreis Düren, äußerte sich schockiert über die Vorwürfe gegen Spelthahn. Ihre Stimme unterstreicht die große Aufgabe, die nun vor dem neugewählten Kreistag liegt. Sie müssen die Aufarbeitung dieser ernsten Angelegenheit angehen und weitere Schäden abwenden.

Ein ungewisser Ausblick

Die Abschiedsfeier für Aßhoff fand unter bemerkenswerten Umständen statt: Der neu gewählte Landrat Ralf Nolten, der Aßhoffs Sparmaßnahmen kritisiert hatte, war nicht anwesend. Das zeigt einmal mehr, wie angespannt die Situation im Kreis Düren derzeit ist. Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Landrat Spelthahn müssen schnellstmöglich aufgeklärt werden, um weitere Vertrauensverluste in die Verwaltung zu vermeiden.

Diese Situation ist ein bedeutendes Thema für die Bürger im Kreis Düren, und die nächsten Schritte werden entscheidend darüber sein, wie die Menschen künftig ihrer Verwaltung gegenüber stehen werden. Die Aufklärung dieser Affäre wird eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellen.