Messerdrama in Aschaffenburg: Verdächtiger kommt in Psychiatrie!
Ein tödlicher Messerangriff in Aschaffenburg am 22. Januar 2025 führt zur Unterbringung des 28-jährigen Verdächtigen in Psychiatrie.

Messerdrama in Aschaffenburg: Verdächtiger kommt in Psychiatrie!
Der tödliche Messerangriff im Januar dieses Jahres hat in Aschaffenburg für bestürzte Reaktionen gesorgt. Allen voran war es ein schreckliches Verbrechen, bei dem ein zwei Jahre alter Junge und ein zufällig im Park anwesender 41-jähriger Mann, der eine Kinderkrippengruppe helfen wollte, ihr Leben verloren. Der Hauptverdächtige, ein 28-jähriger Afghane, hat den Angriff laut Angaben von Radio Ennepe Ruhr gestanden, jedoch war er zur Tatzeit als schuldunfähig eingestuft worden.
Das Grundstück der Kindertagesstätte in unmittelbarer Nähe des Parks wurde zu einem Tatort, der noch lange in den Erinnerungen der Anwohner bleiben wird. Neben den beiden Todesopfern gab es auch weitere Verletzte, darunter ein zweijähriges Mädchen, ein 73-jähriger Helfer und eine 59-jährige Erzieherin. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, stellte sich als besonders brutal heraus.
Psychische Erkrankung des Täters
Ein psychiatrisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass der Verdächtige paranoid schizophren ist und Stimmen hörte, die ihn zu dem Verbrechen drängten. Diese schwerwiegende psychische Erkrankung, kombiniert mit einer unregelmäßigen Einnahme von Medikamenten, könnte ein Grund dafür sein, dass der Mann wiederholt aus psychiatrischen Einrichtungen entlassen wurde. Darüber hinaus war er bereits vor der Tat polizeilich aufgefallen – unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Mord, versuchtem Mord, Totschlag und Körperverletzung erhoben. Wie der Richter Karsten Krebs in der Verhandlung erläuterte, wurde ein unbefristete Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung empfohlen, da die Gefahr, die von dem Beschuldigten ausgeht, weiterhin besteht. Gutachter Hans-Peter Volz warnte ausdrücklich vor der Gefährlichkeit des Beschuldigten ohne adäquate behandlung.
Gesellschaftliche Auswirkungen
Diese grausame Tat hat eine hitzige Debatte über Migrationspolitik und Sicherheit in Deutschland ausgelöst. Der Verdächtige war 2022 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und war bis Ende 2024 ausreisepflichtig. Während die Justiz nicht imstande war, einen klaren Zeitrahmen für die Unterbringung des Mannes festzulegen, wird es jährliche Überprüfungen durch die Strafvollstreckungskammer geben. Vollzugslockerungen werden stark vom Erfolg seiner Therapie abhängen.
Die Verteidigung bezeichnete den Mandanten als einen „sehr kranken Menschen“ und es bleibt ungewiss, warum sich das Schicksal dieser beiden Opfer zufällig über den Weg des Täters kreuzte. Gespräche über Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen werden durch diese Ereignisse nur zunehmen. Die Tragik, die sich an diesem Januar-Tag ereignete, hat nicht nur die betroffenen Familien, sondern die ganze Gesellschaft getroffen.