Arzneimittelrückstände: Vortrag beleuchtet drohende Umweltgefahren!

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Ella Feldmann spricht am 28.10.2025 in Gütersloh über die Umweltauswirkungen von Arzneimittelrückständen und Lösungsansätze.

Ella Feldmann spricht am 28.10.2025 in Gütersloh über die Umweltauswirkungen von Arzneimittelrückständen und Lösungsansätze.
Ella Feldmann spricht am 28.10.2025 in Gütersloh über die Umweltauswirkungen von Arzneimittelrückständen und Lösungsansätze.

Arzneimittelrückstände: Vortrag beleuchtet drohende Umweltgefahren!

Am 28. Oktober 2025 findet in Gütersloh ein bedeutender Vortrag über die Problematik von Arzneimittelrückständen in der Umwelt statt. Gesundheitswissenschaftlerin Ella Feldmann wird aufzeigen, wie weit verbreitet diese Rückstände in unseren Böden und Gewässern sind. Laut Gütersloh.de sind weltweit 992 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen worden, und die Auswirkungen auf unsere Umwelt sind gravierend.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf den verschiedenen Beispielen von Medikamenten, die für diese Substanzen verantwortlich sind. Es wird auch diskutiert, welche Ansätze zur Verringerung von Arzneimittelrückständen in der Umwelt sinnvoll sind. Die Zuhörenden erhalten darüber hinaus verschiedene Handlungsoptionen, um aktiv zu werden. Damit ist der Vortrag Teil des Projekts „Gütersloh klärt auf – Gesundheitskompetenz erweitern“, das finanziell vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW unterstützt wird.

Die Faktenlage zu Arzneimittelrückständen

Die neuen Erkenntnisse über Arzneimittelrückstände sind alarmierend. In Deutschland gibt es derzeit rund 2.500 verschiedene Wirkstoffe in der Humanmedizin. Etwa die Hälfte davon wäre nach aktuellen Bewertungsstandards für eine vertiefte Umweltprüfung relevant, wie das Umweltbundesamt auf seinem Portal umweltbundesamt.de berichtet. Besonders hervorzuheben sind Antibiotika und Antiparasitika, die negative Umweltauswirkungen haben.

Ein weiterer Grund zur Besorgnis ist der Anstieg des Arzneimittelverbrauchs infolge der Überalterung der Bevölkerung. Laut Schätzungen der Gesundheitsfachleute könnte das zu einer weiteren Erhöhung der Umweltschädigung durch Rückstände führen. Im Jahr 2023 wurden zum Beispiel in der Tierhaltung 529 Tonnen Antibiotika abgegeben, wobei insbesondere häufige Klassen wie Penicilline und Tetrazykline zu den größten Verursachern gehören.

Rückstände in der Umwelt

Arzneimittelrückstände gelangen vor allem durch Ausscheidungen von Mensch und Tier in Böden und Gewässer. Die Humanarzneimittel finden ihren Weg hauptsächlich über Abwässer in Kläranlagen, wo sie oft nicht zurückgehalten werden. Auch im Trinkwasser wurden Rückstände nachgewiesen. Das Umweltbundesamt hat in Deutschland mindestens 414 verschiedene Wirkstoffe oder deren Metabolite entdeckt, wobei die höchsten Konzentrationen bei Antidiabetika und Blutdrucksenkern festgestellt wurden.

Der Vortrag von Ella Feldmann könnte also nicht nur interessante Einblicke in dieses brisante Thema geben, sondern auch praxisnahe Lösungen vorstellen, um den Herausforderungen in diesem Bereich begegnen zu können. Hierbei ist das Engagement der Bürger:innen beim Umgang mit Arzneimitteln von großer Bedeutung, um gemeinsam einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt auszuüben.