Karlspreis 2026: Draghi als Held der europäischen Einigung geehrt!
Mario Draghi erhält den Karlspreis 2026 für Verdienste um die europäische Einigung. Verleihung am 14. Mai in Aachen.

Karlspreis 2026: Draghi als Held der europäischen Einigung geehrt!
Am 17. Januar 2026 kam es zu einer bemerkenswerten Ankündigung: Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), wird mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet. Diese Ehrung wird für seine herausragenden Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Das Karlspreis-Direktorium hebt Draghi als eine Persönlichkeit mit „unerschütterlicher Entschlossenheit für Europa“ hervor, was seine entscheidende Rolle in der europäischen Politik unterstreicht. Der Karlspreis ist die wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung und wird traditionell am Christi-Himmelfahrtstag verliehen, in diesem Jahr am 14. Mai, wie radioherford.de berichtet.
Draghi, der auch als ehemaliger Ministerpräsident Italiens bekannt ist, veröffentlichte 2024 einen bedeutsamen Report zur Wettbewerbsfähigkeit der EU. In diesem Dokument warnt er, dass die EU innovativer werden müsse, um im Wettbewerb mit den USA und China nicht zurückzufallen. Das Direktorium sieht die Preisverleihung als Signal an die Entscheidungsträger in Brüssel, den Draghi-Report ernst zu nehmen, da Europa sonst Gefahr läuft, zum Spielball anderer Mächte zu werden. Eine hohe Wettbewerbsfähigkeit wird als Grundpfeiler für die Handlungsfähigkeit Europas angesehen, was orf.at klarstellt.
Inhalt des Reports
In dem 2024 veröffentlichten Strategiebericht zur Wettbewerbsfähigkeit fordert Draghi eine grundlegende Überarbeitung der bürokratischen Strukturen sowie eine Vertiefung des europäischen Binnenmarktes. Massive Investitionen seien notwendig, um die europäische Wirtschaft zu stärken. Zudem kritisiert er, dass trotz eines starken Bildungs- und Gesundheitssystems in der EU, diese Ressourcen nicht in wettbewerbsfähige Unternehmen umgewandelt werden. Draghi nennt drei Hauptbereiche, die für die Wiederbelebung eines nachhaltigen Wachstums entscheidend sind:
- Schließung der Innovationslücke mit den USA und China, insbesondere im Bereich Spitzentechnologien.
- Entwicklung eines gemeinsamen Plans für Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit.
- Erhöhung der Sicherheit und Verringerung der Abhängigkeiten in einer zunehmend unsicheren geopolitischen Lage.
Er warnt zudem, dass fehlende politische Koordination die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum ernsthaft gefährden könnte, wie zenit.de zusammenfasst.
Die Geschichte des Karlspreises
Der Karlspreis wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Aachener Bürgern gestiftet und trägt den Namen des bedeutenden Kaisers Karl des Großen. Er würdigt nicht nur Individuen, sondern auch Organisationen, die sich um die europäische Einigung verdient gemacht haben. Das Preisgeld beträgt mittlerweile eine Million Euro und soll proeuropäischen Projekten zukommen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Größen wie Konrad Adenauer und Winston Churchill. Im Vorjahr wurde Ursula von der Leyen ausgezeichnet, und der letzte Italiener, der den Preis erhielt, war Andrea Riccardi im Jahr 2009. Mit der Verleihung an Draghi wird erneut ein starkes Zeichen für die Notwendigkeit einer geeinten europäischen Antwort gesetzt.