Verteidigungsminister plant Rückkehr zu Kasernen in Herford!
Das Verteidigungsministerium prüft die Rückkehr zu ehemaligen Kasernen in Herford, um die Bundeswehr zu verstärken.

Verteidigungsminister plant Rückkehr zu Kasernen in Herford!
Das Verteidigungsministerium hat großes Interesse daran, in Ostwestfalen-Lippe einige ehemalige Kasernen zurückzuerobern. Diese Überlegungen kommen nicht von ungefähr, denn im Kontext des anhaltenden Ukraine-Konflikts wird ein höherer Bedarf an Plätzen für Soldaten und Material deutlich. Aktuell stehen insgesamt 11 Liegenschaften auf der Liste, von denen die Harewood-Kaserne in Herford und das Gut Denkmal in Minden besonders hervorstechen, wie Radio Herford berichtet.
In Bielefeld sind zudem fünf potenzielle Standorte aufgeführt, die sich für eine militärische Nutzung eignen würden. Diese Liegenschaften waren ursprünglich für zivile Zwecke vorgesehen, sodass die Entscheidung, sie erneut militärisch zu nutzen, einen bemerkenswerten Kurswechsel darstellt.
Harewood-Kaserne und ihre Geschichte
Besonders interessant ist die Geschichte der Harewood-Kaserne, die ursprünglich als Otto Weddigen Kaserne benannt wurde, nach einem erfolgreichen U-Boot-Kapitän aus dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde sie in Harewood umbenannt und diente zahlreichen britischen Einheiten über viele Jahre hinweg. Laut Informationen von BAOR Locations war sie von 1945 an Heimat wichtiger militärischer Verbände, darunter das HQ der 21st Army Group Support Services und verschiedene Signalregimente.
Die Kaserneninfrastruktur hat sich in den letzten 20 bis 25 Jahren wenig verändert, während die aktuellen Nutzungen hauptsächlich als Lagerstätten bestehen. Auch Sporteinrichtungen wie ein Schwimmbecken sind noch auf dem Gelände zu finden, was der Kaserne einen gewissen nostalgischen Charme verleiht.
Miliärische Liegenschaften im Wandel
In der gesamten Republik plant die Bundeswehr eine Vergrößerung und gleichzeitig sollen zahlreiche militärisch genutzte Liegenschaften, die bisherigen zivilen Interessenten überlassen werden sollten, nach wie vor im Besitz der Bundeswehr bleiben. Aktuelle Informationen von Tagesschau besagen, dass der Umwandlungsstopp für 200 Liegenschaften durch den hohen Bedarf an militärischen Standorten gerechtfertigt wird.
Insgesamt sollen die betroffenen Liegenschaften Teil der „strategischen Liegenschaftsreserve der Bundeswehr“ werden, was eine kurzfristige Nutzung möglich macht. Dies betrifft 13 Liegenschaften, die aktiv betrieben werden, sowie 187 ehemalige, die als geeignet erachtet werden.
Zusammenfassend zeigt sich, dass das Interesse des Verteidigungsministeriums an den zurückgeführten Kasernen nicht nur eine Reaktion auf aktuelle geopolitische Spannungen ist, sondern auch eine klare Wendung in der Nutzung von militärischen Liegenschaften darstellt. Ob dies den notwendigen Raum für die Bundeswehr schafft und wie sich die Planung weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.