Adventszauber: Fairer Handel erhellt Bad Driburgs Weihnachtsmarkt!
Eine ehrenamtliche Gruppe in Höxter verkauft fair gehandelte Produkte und setzt sich für gerechte Arbeitsbedingungen ein.

Adventszauber: Fairer Handel erhellt Bad Driburgs Weihnachtsmarkt!
In Köln engagiert sich eine rund zwölfköpfige Gruppe von Frauen und Männern ehrenamtlich für den fairen Handel. Diese engagierte Truppe hat ihren Sitz in einer Kirche und betreibt ein kleines, aber feines Ladenlokal in der Langen Straße. Hier werden das ganze Jahr über die beliebten Produkte Kaffee, Tee, Schokolade und Kunstgewerbe aus der Dritten Welt angeboten. Der Advent zaubert nicht nur festliche Stimmung, sondern auch eine Idee von Verantwortung in den Kaufentscheidungen der Konsumenten, wie Westfalen Blatt berichtet.
Ein harmonisches Einkaufserlebnis lässt sich hier mit der Gewissheit verbinden, dass die Produkte unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Besonders zu Weihnachten ist das Angebot sehr gefragt, denn viele Menschen suchen nach Geschenken, die sowohl schön als auch ethisch vertretbar sind.
Hintergründe des Fairen Handels
Doch was steckt wirklich hinter diesen fairen Produkten? Kaffee beispielsweise wird zu 80 Prozent von etwa 25 Millionen Kleinbäuer*innen angebaut, die oft weniger als 2 US-Dollar am Tag verdienen – nur knapp über der Armutsgrenze, wie TDH aufzeigt. Diese kleinen Produzenten kämpfen nicht nur gegen niedrige Preise, sondern auch gegen die wachsende Bedrohung durch den Klimawandel. Steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse gefährden die Kaffeeproduktion in vielen Anbauregionen.
Umso wichtiger sind faire Handelspraktiken, die Kleinbäuer*innen helfen, besser von ihrer mühsamen Arbeit leben zu können. So sorgt der Faire Handel für einen festen Mindestpreis und vermeidet damit die prekäre Situation, in der diese Produzenten oft gezwungen sind, ihre Waren zu unter Marktwert zu verkaufen. Die Fair Trade-Prämie, die durch den direkten Bezug von Produkten gezahlt wird, fließt in die lokale Infrastruktur, sei es in Schulen oder Gesundheitszentren, und verbessert somit nachhaltig die Lebensbedingungen in den Anbauländern.
Der Teeanbau und seine Herausforderungen
Doch nicht nur beim Kaffee gibt es große Herausforderungen. Auch der Anbau von Tee – dem weltweit am zweithäufigsten konsumierten Getränk nach Wasser, mit unglaublichen 15.000 Tassen, die jede Sekunde getrunken werden – birgt Probleme. Viele Pflücker*innen verdienen Hungerlöhne, und die Verbreitung von Kinderarbeit ist allzu häufig in Ländern wie Indien, Kenia und Uganda, wie TDH berichtet. Auch in den Teegärten sind die Arbeiter*innen stark von den Teegarten-Besitzer*innen abhängig.
Beide Produkte, Kaffee und Tee, stehen also im Zentrum einer verantwortungsbewussten Kaufentscheidung. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher unbedingt in dem kleinen Ladenlokal in der Langen Straße vorbeischauen. Hier kann man nicht nur Geschenke für die Lieben kaufen, sondern auch aktiv zu fairen Handelsbedingungen und einer besseren Lebensqualität für Produzent*innen beitragen.
Es ist nicht nur ein Einkauf; es ist eine Investition in Menschlichkeit und Ethik. Schenken Sie in dieser Saison nicht nur Freude, sondern auch ein bisschen Hoffnung für die, die hart für die Produkte arbeiten, die wir täglich genießen.