Bauprojekte in Krefeld: Vereine und Politik schlagen Alarm!
Krefeld: Stadtverwaltung plant Sparmaßnahmen bei Bauprojekten. Kritik von Vereinen und Politik wächst. Aktuelle Entwicklungen und Reaktionen.

Bauprojekte in Krefeld: Vereine und Politik schlagen Alarm!
In Krefeld liegt eine hitzige Diskussion in der Luft: Die Stadtverwaltung hat einen vorläufigen Wirtschaftspplan vorgestellt, der zahlreiche, bereits beschlossene Bauprojekte nicht mehr priorisieren möchte. Dies schlägt hohe Wellen und stößt auf breite Kritik aus den Reihen von Vereinen, Schulen und auch der Politik. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD), Baudezernent Marcus Beyer und Astrid Schüßler, die Leiterin des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM), haben am 19. Januar die Details des Plans präsentiert und erläutert.
Der Vorschlag betrifft unter anderem diverse Neubauten und Erweiterungen von Kindertagesstätten, die dringend benötigten Schulsanierungen sowie die Sanierung des Badezentrums Bockum. Laut dem Plan sollen nur Projekte, die bereits begonnen wurden oder für welche vertragliche Verpflichtungen bestehen, weiterhin verfolgt werden. Damit fallen viele dringend benötigte Maßnahmen in der Stadt vorerst flach, was den Verantwortlichen vor Ort Kopfzerbrechen bereitet.
Schulmodernisierungen im Nachbarland
Dieser dreigeschossige Neubau, der auf eine Gesamtfläche von 3.400 Quadratmetern ausgedehnt wurde, bietet viel Platz für Klassen- und Fachräume, eine Mensa mit Küche, sowie Flächen für die Offene Ganztagsschule. Besonders bemerkenswert ist, dass das Gebäude passivhausstandardgerecht konstruiert und CO₂-neutral beheizt wird. Auf dem begrünten Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage Strom. Bürgermeister Reiner Breuer und Schuldezernentin Ursula Platen sind überzeugt, dass nachhaltige Planung auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen muss.
Herausforderungen der Gegenwart
Trotz der gelungenen Sanierungsprojekte in Neuss stehen die Verantwortlichen vor mehreren Herausforderungen. Die steigenden Baukosten und die hohen Anforderungen an die Energieeffizienz machen die Planung nicht einfacher. Eine zusätzliche Belastung ist der hohe bürokratische Aufwand, der oft mit Förderprogrammen verbunden ist. Breuer und sein Team fordern daher eine Vereinfachung der Regeln sowie mehr Planungssicherheit.
Die Lage in der Nachbarstadt verdeutlicht, wie wichtig es ist, an Schulen und Kindertagesstätten nicht zu sparen. Während die Krefelder Stadtverwaltung ihre Prioritäten neu abwägt, blicken viele mit Sorge auf die zukünftige Entwicklung. Der Austausch zwischen den Kommunen könnte hierbei neue Perspektiven bieten und Lösungen liefern.