Skandal um Notfallpraxen: Ratingen droht Unterversorgung!
Empörung über geänderte Notfallpraxen im Kreis Mettmann: Nur zwei Praxen sollen bleiben, Landtag wird aktiv.

Skandal um Notfallpraxen: Ratingen droht Unterversorgung!
Die geplanten Änderungen im Notdienstbereich sorgen für Aufregung im Kreis Mettmann. Zukünftig werden nur zwei Notfallpraxen für den ganzen Kreis zur Verfügung stehen: Eine in Velbert und eine in Mettmann. Diese Reduzierung trifft die Bürgerinnen und Bürger hart, insbesondere da die Notfallpraxis in Ratingen schließen soll und die für den Südkreis geplante Einrichtung nicht realisiert wird. Diese Situation ruft Empörung hervor, nicht nur bei den Anwohnern, sondern auch bei Landrat Hendele und der Ratinger SPD, die die Entscheidungen als unzumutbar bewerten. Der Radioneandertal berichtet darüber, dass sich der NRW-Landtag mit den Anpassungen auseinandersetzen wird. Auch die Ratinger Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt hat eine Anfrage an das Land gestellt, um die zukünftige Notfallversorgung in Ratingen sowie mögliche Entschädigungen, etwa für Taxifahrten, die zur nächstgelegenen Notfallpraxis notwendig werden, zu klären.
Die Notdienstpraxis in Velbert, die im Klinikum Niederberg angesiedelt ist, wird die einzige verfügbare Anlaufstelle in der Stadt sein. Hier sind die Öffnungszeiten wie folgt: Montag, Dienstag und Donnerstag von 19 bis 22 Uhr, Mittwoch und Freitag von 13 bis 22 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 22 Uhr. Auch die Notdienstpraxis in Langenfeld bleibt in Betrieb. Diese Praxis hat ihre Türen im St.-Martinus-Krankenhaus, Klosterstraße 32, und öffnet Mittwoch und Freitag von 16 bis 22 Uhr, während sie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen bereits von 8 bis 22 Uhr verfügbar ist. Dies zeigt, dass trotz der Schließungen in Ratingen die Versorgung in anderen Städten aufrechterhalten werden soll.
Die Kinderärztliche Notdienstpraxis in Velbert bietet ebenfalls Unterstützung an, allerdings ist sie zur Zeit nur zu spezifischen Zeiten geöffnet: Mittwoch und Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr. Für Eltern, die im Notfall schnelle Hilfe benötigen, könnte es ratsam sein, sich bei den umliegenden Kinderkliniken umzusehen, denn das EVK Mettmann hat keine eigene Abteilung für Kinderheilkunde. In akuten Fällen wird empfohlen, die Notaufnahme des EVK Mettmann aufzusuchen oder im Ernstfall den Rettungsdienst unter der Nummer 112 zu kontaktieren. Die Notaufnahme führt eine Erstversorgung durch und sorgt gegebenenfalls für eine Verlegung in die nächstgelegene spezialisierte Klinik.
Zusammenfassend stellt sich die Situation für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Mettmann als angespannt dar. Mit nur zwei verbleibenden Notfallpraxen und einer Vielzahl an kritischen Stimmen im Rücken wird es entscheidend sein, wie die politische Diskussion im NRW-Landtag weitergeht. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen ein Verantwortungsbewusstsein zeigen und Lösungen finden, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.