Protest gegen Rheinmetall: Aktionsbündnis kommt nach Meerbusch!

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Protestzug gegen Rheinmetall in Meerbusch am 28.08.2025: Aktivisten fordern ein Ende der Waffenexporte und kritisieren Militarisierung.

Protestzug gegen Rheinmetall in Meerbusch am 28.08.2025: Aktivisten fordern ein Ende der Waffenexporte und kritisieren Militarisierung.
Protestzug gegen Rheinmetall in Meerbusch am 28.08.2025: Aktivisten fordern ein Ende der Waffenexporte und kritisieren Militarisierung.

Protest gegen Rheinmetall: Aktionsbündnis kommt nach Meerbusch!

Am kommenden Donnerstag wird Meerbusch zum Schauplatz eines bedeutenden Protestzuges des Aktionsbündnisses „Rheinmetall Entwaffnen“. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind angemeldet, die ein Ende aller deutschen Waffenexporte fordern. Besonders im Fokus steht der Waffenproduzent Rheinmetall, der als Symbol für die gefährliche Militarisierung gilt. Laut der Borkener Zeitung dürfen die Demonstrierenden jedoch nicht bis zum Wohnhaus des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger ziehen, sondern müssen bei einer Kreuzung umkehren.

Die Polizei Köln wird intensiv auf die Veranstaltung vorbereitet, mit mehreren Hundert Einsatzkräften vor Ort, um die Sicherheit zu gewährleisten. Gewalt oder unfriedliche Aktionen werden nicht toleriert, und die Polizei kündigt konsequentes Einschreiten bei Verstößen an, wie berichtet.

Hintergrund der Proteste

Wie der WDR berichtet, sieht das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ die Waffenexporte als direkten Beitrag zur Eskalation von Konflikten. Jonah Fischer, ein Sprecher des Bündnisses, kritisiert die Rolle von Rheinmetall im Ukraine-Krieg, den er als Konflikt zwischen Großmächten beschreibt. Die Aktivisten lehnen Waffenlieferungen vehement ab, da sie der Ansicht sind, dass diese den Krieg nur verlängern und weitere Kriegsverbrechen begünstigen.

Diese Haltung wird von Camille Dietrich, einem weiteren Mitglied des Bündnisses, unterstützt, die sich besorgt über die Förderung von Kriegen durch Rüstungsgeschäfte äußert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Aktienkurs von Rheinmetall seit 2022 stark gestiegen ist, was viele als Beweis dafür sehen, dass die Rüstungsindustrie vom Krieg profitiert. Diese Sichtweise wird durch die historischen Entscheidungen des Bundestags untermauert, der hohe Kredite für Verteidigung genehmigte und das Grundgesetz änderte, um Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse auszunehmen.

Gesellschaftliche Akzeptanz für Rüstungsprojekte

In einem Klima, das durch militärische Aufrüstung und gesellschaftliche Debatten geprägt ist, ist der Druck auf die Rüstungsindustrie, insbesondere auf Persönlichkeiten wie Armin Papperger, gewachsen. Dieser wurde jüngst als “Macher des Jahres” ausgezeichnet und betont wiederholt die Notwendigkeit, NATO, Deutschland und Europa zu verteidigen. Dennoch gibt es auch wachsenden Widerstand gegen diese Militarisierung, wie die bevorstehenden Proteste in Meerbusch eindrucksvoll zeigen.

Ob diese Stimmen Gehör finden werden, bleibt abzuwarten, während die Sicherheitslage in Europa und die Rolle Deutschlands in internationalen Konflikten weiterhin auf der Agenda stehen. Der Protest am Donnerstag wird sicherlich ein weiterer Ausdruck der besorgten Bürgerinnen und Bürger sein, die für Frieden und Abrüstung eintreten wollen.