Weihnachtsmärkte in Gefahr: Sicherheitsvorkehrungen unter Beschuss!

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Weihnachtsmärkte 2025: Sicherheitsvorkehrungen steigen in Deutschland nach aktuellen Terrorbedrohungen. Ergibt das mehr Schutz?

Weihnachtsmärkte 2025: Sicherheitsvorkehrungen steigen in Deutschland nach aktuellen Terrorbedrohungen. Ergibt das mehr Schutz?
Weihnachtsmärkte 2025: Sicherheitsvorkehrungen steigen in Deutschland nach aktuellen Terrorbedrohungen. Ergibt das mehr Schutz?

Weihnachtsmärkte in Gefahr: Sicherheitsvorkehrungen unter Beschuss!

Das Thema Sicherheit auf Weihnachtsmärkten wird in Deutschland zunehmend drängender. Besonders nach den erschreckenden Ereignissen der vergangenen Jahre, darunter der fatalen Anschläge von 2016 und 2024, wachsen die Sicherheitsvorgaben kontinuierlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) macht klar, dass die Gefährdung durch Terrorismus momentan wirklich hoch ist. So äußerte er sich nach der Festnahme eines 22-jährigen Syrers, der verdächtigt wird, einen Anschlag geplant zu haben. Ernsthafte Worte, die unterstreichen, wie wichtig es ist, Sicherheitsmaßnahmen zu schärfen. Laut Merkur sieht auch Sicherheitsexperte Stefan Bisanz eine konkret gewordene Bedrohung, die bereits jetzt die Vorbereitungen auf die bevorstehenden Weihnachtsmärkte beeinflusst.

Gerade die hohen Besucherzahlen und die kulturelle Bedeutung dieser Weihnachtsmärkte machen sie zu „weichen Zielen“ für extremisierte Einzeltäter. Sicherheitsexperten warnen, dass der weltweite Aufwind des radikalen Islamismus das Risiko weiter erhöht. Hans-Jakob Schindler, ein führender Terrorismusexperte, berichtet von wachsendem Terror, nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in europäischen Städten. So plant der IS, außerhalb Afghanistans aktiv zu werden, auch in Metropolen wie Moskau. Diese Faktoren treiben die Sicherheitskosten für Betreiber und Kommunen in die Höhe, deren finanzielle Belastung gerade in Nordrhein-Westfalen zu ersten Marktabsagen führt. RND berichtet, dass insbesondere kleinere Weihnachtsmärkte in Overath und Kerpen nicht stattfinden, weil die geforderten Sicherheitsmaßnahmen finanzielle Hürden darstellen.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und Herausforderungen

Um den wachsenden Bedrohungen entgegenzuwirken, werden die Sicherheitsanforderungen für Weihnachtsmärkte nun noch strenger. So müssen Zufahrten mit Betonblöcken abgesichert und Taschenkontrollen durchgeführt werden. Gerade beim Berliner Breitscheidplatz bleiben die Sicherheitsvorkehrungen das ganze Jahr über bestehen, und die zusätzliche Sicherung des Weihnachtsmarktes startet bereits vor der Eröffnung am 24. November. Dennoch kritisiert Bisanz, dass viele Betreiber auf kostengünstige Sicherheitslösungen setzen und oft unzureichend geschulte Sicherheitskräfte engagieren. Diese Sicherheitsmitarbeiter müssen nur eine 40-Stunden-Unterweisung absolvieren – eine Prüfung ist nicht erforderlich. Dies führt dazu, dass Sicherheitskräfte zum Teil unaufmerksam sind und auf ihren Handys „daddeln“, anstatt ihre Umgebung im Blick zu haben.

In den Gesprächen um Sicherheitskosten fordern Betreiber und Kommunen eine gerechte Aufteilung. Zur Zeit tragen die Betreiber die Hauptlast und setzen häufig auf Personal, das für 25 Euro pro Stunde arbeitet, anstatt in besser ausgebildete Kräfte zu investieren, die mit 33 Euro pro Stunde zu Buche schlagen. Der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds versichert hingegen, dass es keine flächendeckenden Absagen gibt, sondern nur vereinzelte. Dies zeigt ein interessantes Bild: Es spiegelt sich die Balance zwischen Sicherheit, Kosten und dem Wunsch, die Tradition der Weihnachtsmärkte aufrechtzuerhalten.

In dieser Gemengelage kommt den Sicherheitsbehörden eine zentrale Rolle zu. Die Datenlage und Trends zeigen, dass es in diesem Jahr verstärkt neue Gefahren gibt, die zu berücksichtigen sind. Wir werden beobachten müssen, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickelt und welche Maßnahmen letztlich zum Schutz der Besucher ergriffen werden.