Geflügelpest in Unna: Erste Warnung für Geflügelhalter!

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In Unna wurde der erste Fall von Geflügelpest bei einer Graugans bestätigt. Geflügelhalter werden zur Vorsicht geraten.

In Unna wurde der erste Fall von Geflügelpest bei einer Graugans bestätigt. Geflügelhalter werden zur Vorsicht geraten.
In Unna wurde der erste Fall von Geflügelpest bei einer Graugans bestätigt. Geflügelhalter werden zur Vorsicht geraten.

Geflügelpest in Unna: Erste Warnung für Geflügelhalter!

In Unna schlägt die Geflügelpest Alarm! Heute, am 10. November 2025, hat das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) den Verdacht auf Geflügelpest (Aviäre Influenza) bei einer Graugans bestätigt. Diese Gans wurde bereits Ende Oktober in der Otto-Hahn-Straße aufgefunden. Es handelt sich um den ersten dokumentierten Fall dieser Art im Kreis Unna, was bei den Geflügelhaltern vor Ort große Besorgnis auslöst. presse-service.de

Die Bestätigung des Infekts kommt etwas verspätet, da die Rückmeldung an den Kreis Unna aufgrund der Vielzahl an Fällen in Deutschland verzögert wurde. Die Situation ist ernst, und die Veterinärbehörde des Kreises rät den Geflügelhaltern zur erhöhten Vorsicht. Es wurden zwar andere getestete Tiere, darunter eine weitere Gans und ein Kranich aus Lünen, negativ auf das Virus getestet, aber die Gefahr bleibt bestehen. Die negativen Ergebnisse konnten auch durch stumpfe Traumata erklärt werden, die vermutlich durch Verkehrsunfälle verursacht wurden.

Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter

Das Kreisveterinäramt hat bisher von einer verpflichtenden Aufstallpflicht abgesehen, da die rechtlichen Voraussetzungen dafür aktuell nicht gegeben sind. Dennoch wird Geflügelhaltern geraten, eigenverantwortlich Maßnahmen zu ergreifen. Eine Aufstallung könnte sich als sinnvoll erweisen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Dr. Kirschner, ein Vertreter des Veterinäramtes, weist besonders darauf hin, dass Wachsamkeit gefragt ist, insbesondere bei Funden toter Wildvögel, wie Wasser- und Greifvögel. Alle toten oder erkrankten Tiere sollen keinesfalls eigenhändig angefasst werden – stattdessen ist es ratsam, entsprechende Meldungen umgehend an die zuständigen Ordnungsämter oder die Leitstelle des Kreises Unna zu richten. verbraucherzentrale.nrw

Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft die Registrierung aller Geflügelhaltungen. Unabhängig von der Anzahl der Tiere müssen diese beim Veterinäramt und der Tierseuchenkasse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen angemeldet werden. Das betrifft nicht nur Hühner und Puten, sondern auch Enten, Gänse, Tauben und anderes Geflügel. Neuankömmlinge unter den Geflügelhaltern können ihre Anmeldung über die Webseite nw.agrodata.de vornehmen.

Die Auswirkungen der Vogelgrippe

Die Vogelgrippe ist für Vögel äußerst gefährlich und kann sich in Windeseile ausbreiten. In diesem Zusammenhang ist auch die Stabilität der Geflügelpreise ein Thema: Aktuell gibt es keine Anzeichen für eine Preiserhöhung bei Geflügelfleisch oder Eiern, obwohl in diesem Jahr laut Berichten vor allem Kraniche von der Erkrankung betroffen sind. Europa kämpft seit fast 20 Jahren mit diesem Virus – und die damit verbundenen Herausforderungen sind stets präsent, insbesondere während der Herbst- und Wintermonate, in denen das Infektionsrisiko am höchsten ist.

Um das Risiko für Nutztiere zu mindern, sind umfassende Schutzmaßnahmen erforderlich. Dazu gehört es, Nutz- und Heimtiere von Futter- und Wasserstellen fernzuhalten, die auch von Wildvögeln genutzt werden. In Regionen, die als Durchzugsgebiete für Wildvögel gelten, haben einige Bundesländer bereits Stallpflicht für Geflügel verhängt, was die Situation für viele Landwirte nicht einfacher macht. In der Nähe eines bestätigten Ausbruchs wird ein Sperrbezirk eingerichtet, in dem alle Tiere von den Ställen ferngehalten werden müssen – ein Vorgehen, das für die betroffenen Betriebe große Konsequenzen hat.

Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass die Geflügelpest ein ernstes Thema ist, das sowohl Landwirte als auch Verbraucher betrifft. Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und alle relevanten Informationen zu verfolgen. Weitere Updates und aktuelle Informationen zur Vogelgrippe können auf der Website des TierSeuchenInformationsSystems TSIS eingesehen werden.