Polizei fängt Kabeldiebe in Vohwinkel – Ein dramatischer Einsatz!
Polizei in Wuppertal Vohwinkel verfolgt Kabeldiebe: Einsatz nach Alarmierung, mehrere Täter fliehen, Fahndung läuft.

Polizei fängt Kabeldiebe in Vohwinkel – Ein dramatischer Einsatz!
Am Montagabend, dem 3. November 2025, hat sich im Kölner Stadtteil Vohwinkel ein Vorfall ereignet, der nicht nur die Polizei, sondern auch die Bewohner aufgeschreckt hat. Laut Radio Wuppertal wurden gegen 20:20 Uhr die Beamten alarmiert, nachdem ein aufmerksamer Pförtner eine Gruppe von rund zehn Personen beobachtet hatte, die dabei war, Kabel von einem Lagerplatz in einen Transporter zu laden.
Die rasche Reaktion der Polizei führte dazu, dass das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zum Tatort sichergestellt werden konnte. Während einige Mitglieder der Gruppe entkamen, versteckten sich zwei mutmaßliche Täter in Altpapiercontainern, was die Situation noch absurder erscheinen ließ. Ingesamt wurden mindestens zwei große Kabeltrommeln entwendet, was nicht nur die Anwohner verwunderte, sondern auch die Verkehrsführung beeinträchtigte: die Bahnstrecke in der Umgebung musste zeitweise gesperrt werden.
Zunehmende Problematik im Kabeldiebstahl
Der Vorfall in Vohwinkel reißt ein großes Thema auf, das immer wieder die Schlagzeilen prägt: den Diebstahl von Ladekabeln, insbesondere an Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Betreiber solcher Stationen berichten von einem alarmierenden Anstieg der Fälle im Vergleich zu den Vorjahren. So wurden im Jahr 2025 bereits über 900 Kabeldiebstähle an mehr als 130 Ladestandorten von EnBW registriert, während EWE Go von einer zweistelligen Anzahl von Vorfällen spricht. Der Schaden durch einen einzigen Kabeldiebstahl kann sich auf bis zu 5.000 Euro belaufen, was die Problematik zusätzlich verschärft, da oftmals ganze Ladestationen außer Betrieb genommen werden müssen und damit Umsatzverluste entstehen.
Wie Tagesschau berichtet, können die Kabeldiebe im besten Fall mit einer Ausbeute von 4 bis 10 kg Kupfer pro Kabel rechnen. Der Schrotthandelspreis für ein solches Kabel liegt etwa bei 50 Euro. Erschreckend daran ist die Tatsache, dass viele dieser Diebstähle auf gezielte Vandalismusakte oder subkulturelle Motive zurückzuführen sein könnten.
Maßnahmen gegen die Diebstähle
Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, der kriminellen Energie Einhalt zu gebieten. Die Einführung verstärkter Beleuchtung, Videoüberwachung und robusterer Kabel sind nur einige der Maßnahmen, die diskutiert werden. Auch der Einsatz von KI-gestützten Verfahren zur Erkennung von verdächtigen Aktivitäten wird als Lösung in Betracht gezogen. Eine politische Forderung geht sogar so weit zu überlegen, Ladekabel als Teil der öffentlichen Energieinfrastruktur einzustufen, um gesetzliche Schutzmaßnahmen zu erwirken.
Im Kölner Vohwinkel zeigt sich einmal mehr, dass die Diebstahlproblematik nicht nur ein lokal, sondern auch ein bundesweites Phänomen ist, das die Sicherheitskräfte vor neue Herausforderungen stellt. Der Vorfall vom Montag könnte somit ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Kabeldiebstahls aufschlagen, während gleichzeitig die Suche nach nachhaltigen Lösungen für die Kriminalitätsbekämpfung vorangetrieben werden muss.