Hochwasserschutz im Landkreis: Übung zeigt effektive Evakuierung!
Erfahren Sie alles über die erfolgreiche Hochwasserübung im Landkreis Alzey-Worms am 10.11.2025 zur Bevölkerungssicherheit.

Hochwasserschutz im Landkreis: Übung zeigt effektive Evakuierung!
In der Verbandsgemeinde Eich wurde am 10. November 2025 eine umfassende Vollübung zur Hochwasser- und Evakuierungssituation erfolgreich durchgeführt. Die Wehrleitung unter der Federführung von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Matthes hatte die Übung sorgfältig vorbereitet. Simuliert wurde ein extremes Hochwasser am Rhein mit einem Abfluss von über 6.000 m³/s, was als HQ200-Ereignis klassifiziert ist. Diese Übung bot eine wertvolle Gelegenheit, sich auf eventuelle Überflutungen in Eich, Hamm am Rhein und Gimbsheim vorzubereiten, die infolge eines fiktiven Versagens von Hochwasserschutzeinrichtungen entstehen könnten.
Die Einsatzkräfte waren gut organisiert und führten eine geordnete Evakuierung der gefährdeten Gebiete durch. Die Bevölkerung wurde rechtzeitig über verschiedene Warnsysteme informiert, darunter MoWaS, NINA und KATWARN sowie durch Lautsprecherdurchsagen, um sicherzustellen, dass jeder informiert war. Zudem wurden Sammelstellen in den Rathäusern von Eich und Hamm sowie in der Niederrheinhalle Gimbsheim eingerichtet.
Vorbereitung und Betreuung der Evakuierten
Für die untergebrachten Evakuierten wurde eine zentrale Betreuungshalle in der Wonnegauhalle Osthofen vorbereitet. Die Betreuung selbst übernahm die Abschnittsleitung Gesundheit und die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), während die Verpflegung durch die SEG Verpflegung des DRK-Kreisverbands Alzey und das THW Worms sichergestellt wurde. Um die Einsatzkräfte während der Übung medizinisch abzusichern, standen zwei Bereitstellungs-RTW bereit.
Ein weiteres wichtiges Element der Übung war die Überprüfung der Kommunikation über Satellitentelefone, um eine stabile Verbindung sicherzustellen, falls Strom- oder Netzausfälle auftreten sollten. Auch Drohnentechnik kam zum Einsatz, um Lageerkundungen und die Überwachung der Deiche durchzuführen. Die gewonnenen Luftbilder wurden live in die Technische Einsatzleitung nach Alzey übertragen, um schnell und effizient reagieren zu können.
Erfahrungen und Auswertung der Übung
Der Einsatz war zudem eine erste Belastungsprobe für das neue Modul Bevölkerungsschutz und Medienarbeit (BuMa) des Landkreises Alzey-Worms. Das BuMa-Team zeigte sich für die Bevölkerungsinformation und Medienarbeit verantwortlich, inklusive der Durchführung einer Pressekonferenz und der Pflege verschiedener Social-Media-Kanäle. Die Koordination der Gesamtlage oblag dem Führungsstab des Landkreises in der Feuerwache Alzey, während der Verwaltungsstab der Verbandsgemeinde Eich, unter der Führung von Bürgermeister Maximilian Abstein, parallel an der Einsatzbewältigung arbeitete.
Das Ziel dieser umfassenden Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzleitungen, der Verbandsgemeindeverwaltung und dem Katastrophenschutz zu trainieren. Ein positives Fazit zogen sowohl Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Matthes als auch Landrat Heiko Sippel. In den kommenden Wochen wird die Übung detailliert ausgewertet, und die Erkenntnisse sollen in die Alarm- und Einsatzpläne für Hochwasser einfließen, um die Sicherheit der Bevölkerung langfristig zu erhöhen.