Bürgermeisterin fehlte: Kundgebung gegen AfD zieht über 1000 Teilnehmer an!
Bürgermeisterin fehlte bei Anti-AfD-Kundgebung in Bad Dürkheim. Rund 1000 bis 3000 Teilnehmer forderten Demokratie gegen Rechtsextremismus.

Bürgermeisterin fehlte: Kundgebung gegen AfD zieht über 1000 Teilnehmer an!
Am Samstag, den 19. Januar 2026, versammelten sich in Bad Dürkheim schätzungsweise 1000 bis 3000 Menschen auf dem Wurstmarktplatz, um gegen eine AfD-Wahlkampfveranstaltung zu protestieren. Die Stimmung war angespannt, und die Teilnehmer forderten ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus. Aus der Stadtverwaltung kam jedoch die Nachricht, dass Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt (CDU) an diesem Tag nicht vor Ort war. Ihr Fehlen wurde offiziell mit den Rahmenbedingungen ihres Amtes begründet, was in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgte. Rheinpfalz berichtete über die Kundgebung und die unterschiedlichen Teilnehmerzahlen, während die Veranstalter von bis zu 3000 Demonstranten sprachen.
Ähnliche Ereignisse finden derzeit auch in anderen deutschen Städten statt. Am Montagabend wurde in Bad Fallingbostel eine weitere Kundgebung gegen Faschismus organisiert, die fast 2000 Menschen anlockte. Landrat Jens Grote wies eindrücklich darauf hin, dass im Heidekreis kein Platz für Rechtsextremismus sei. Seine Worte grenzten an eine Mahnung an die Gesellschaft, gemeinsam gegen die Gefahren von Diskriminierung und Hass einzutreten. Kreiszeitung
Aufruf zur Solidarität und Diskussion
Die Demonstration in Bad Fallingbostel zog eine breite Palette von Unterstützern an, darunter Gewerkschaftsvertreter, die eine stärkere demokratische Bündnisarbeit forderten. Der Abend war geprägt von emotionalen Redebeiträgen, die die Verantwortung der Gesellschaft in den Vordergrund stellten. Zwei Pastoren erzählten von ihren Erlebnissen während der Pogromnacht 1945 und ein Jugendlicher las einen Bericht über eine vertriebene jüdische Familie. Musikalisch begleitet von der Kreismusikschule und der Lokalschule, schloss der Abend mit einem eindrucksvollen Bild von über 1000 leuchtenden Handykameras. Solche Veranstaltungen sind ein wichtiges Zeichen in Zeiten, in denen rechtsextreme Tendenzen immer wieder in den Vordergrund treten.
Um das Phänomen Rechtsextremismus besser zu verstehen, ist eine klare Definition und Prävention von großer Bedeutung. Denn die Ursachen sind vielschichtig. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung können soziale, ökonomische und psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Die Forschung hat erkannt, dass individuell und gesellschaftlich stark unterschiedliche Risikofaktoren existieren, die zur Entstehung von extremistischen Ideologien führen können. Persönliche Erfahrungen wie Diskriminierungen, gekoppelt mit einem Gefühl der Perspektivlosigkeit, tragen hierbei ebenfalls zur Radikalisierung bei. bpb
In unserem Land ist es daher unabdingbar, dass wir eine klare Kante gegen rechte Tendenzen zeigen. Der Austausch von Ideen und die Förderung einer Gesellschaft, die Respekt und Gleichbehandlung für alle fordert, stehen im Vordergrund. Nur durch aktiv gelebte Demokratie und einen respektvollen Umgang untereinander können wir verhindern, dass alte Wunden aufgerissen werden und eine Rückkehr zu diskriminierenden Gedanken und Handlungen stattfindet.