Notfallversorgung in Cochem-Zell: Unzureichende Hilfe beim Herzinfarkt!
Die Schließung des Klinikums Mittelmosel hat Auswirkungen auf die Notfallversorgung in Wittlich und Umgebung. Diskutiert wird das Vorgehen der Initiative Notfallversorgung Mosel-Eifel-Hunsrück.

Notfallversorgung in Cochem-Zell: Unzureichende Hilfe beim Herzinfarkt!
In der Region das Moselgebiet sorgt die Schließung des Krankenhauses in Zell für große Sorgenfalten bei den Anwohnern. Das Haus schloss am 30. Juni 2025, und seitdem spüren die Menschen die spürbaren Folgen. Denn, wie die Rhein-Zeitung berichtet, haben sich die Patientenzahlen in der Notaufnahme des Verbundkrankenhauses in Wittlich deutlich erhöht. Die Entscheidung zur Schließung fiel, weil das Klinik als unrentabel galt – eine Entwicklung, die viele hier vor Ort als besorgniserregend empfinden.
Doch nicht nur die Schließung des Krankenhauses sorgt für Aufregung. Ein früherer Notarzt aus der Verbandsgemeinde Zell hat Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht und fordert eine Überprüfung der Notfallversorgung in der Region. Unterstützt wird er von der Initiative Notfallversorgung Mosel-Eifel-Hunsrück. Diese kritisiert, dass die medizinische Notfallversorgung auf dem Land unzureichend ist und Menschen im Ernstfall schlechtere Überlebenschancen haben.
Schwierige Rettungszeiten
Die britische Tagesschau berichtet, dass Rettungsfahrten oft länger als 30 Minuten dauern. Insbesondere bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Fahrzeiten bis zu einer Stunde betragen. Diese Umstände gefährden die Gesundheit der Menschen, insbesondere in den Gemeinden Hunsrücks und Cochems, die von dieser Notlage betroffen sind.
Der ehemalige Notarzt, der über 30 Jahre in der Region tätig war, hält die derzeitige Situation für unhaltbar. Nach Entscheidungen des Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichts ist die Notfallversorgung zwar formal als gesichert eingestuft. Dabei wird allerdings oft vergessen, dass die theoretischen Entfernungen zur nächsten Klinik in der Praxis erheblich länger sein können, als es die Daten nahelegen. In Simmern beispielsweise ist ein Krankenhaus mit Basis-Notfallversorgung in etwa 25 Minuten erreichbar, in Cochem ein Krankenhaus mit Notaufnahme in rund 30 Minuten.
Ein neuer Hoffnungsschimmer?
Trotz dieser besorgniserregenden Umstände gibt es auch Lichtblicke. Das ehemalige Krankenhaus in Zell wird in ein Medizinisches Versorgungszentrum umgewandelt. Der ambulante Bereich des neuen Zentrums soll ausgebaut werden, jedoch fallen die Notfallaufnahme und stationären Behandlungen weg. Die Rhein-Zeitung verfolgt diese Entwicklung mit Aufmerksamkeit, denn es bleibt abzuwarten, wie sich die medizinische Versorgung vor Ort weiter verändern wird.
Die Klage des ehemaligen Notarztes wird nun vom Bundesverfassungsgericht geprüft. Die Hoffnung, dass medizinische Leitlinien in der Notfallversorgung rechtlich verbindlich gemacht werden, könnte vielleicht zu einer Verbesserung der Situation führen.
Die Anwohner hoffen, dass sich die Dinge bald zum Positiven wenden und das Sicherheitsempfinden in der Region zurückkehrt.