Erfolgreiches Housing-First-Modell: Hoffnung für Wohnungslosen in Rheinland-Pfalz!

Erfolgreiches Housing-First-Modell: Hoffnung für Wohnungslosen in Rheinland-Pfalz!
In Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein erfreulicher Trend ab: Der innovative Housing-First-Ansatz zur Unterstützung wohnungsloser Menschen wird in fünf Modellprojekten erprobt und erhält durch die Ampel-Landesregierung positive Bewertungen. Laut n-tv haben bis dato rund 80% der Teilnehmer gesicherten Wohnraum erhalten. Der Erfolg zeigt sich auch in der Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit der Betroffenen sowie der Stärkung ihrer Alltagsstrukturen.
Die Landesförderung für diese entscheidenden Projekte wurde deutlich aufgestockt, von 247.000 Euro im Jahr 2023 über 343.000 Euro in 2024 bis hin zu geplanten 492.000 Euro im kommenden Jahr. Die Standorte umfassen Landau, Koblenz, den Westerwaldkreis, Zweibrücken und Neuwied. Von diesen Fortschritten zeugt auch die Unterstützung des FDP-Fraktionschefs Steven Wink, der für eine dauerhafte Finanzierung und eine Ausweitung des Programms auf weitere Regionen plädiert.
Das Vorzeigeprojekt in Landau
Besonders hervorzuheben ist das Caritas-Zentrum in Landau, das im Rahmen des Programms „Housing First in Rheinland-Pfalz“ eine Landesförderung zur Erweiterung der Wohnungslosenhilfe erhalten hat. Mit zusätzlichen 1,5 Stellen wird hier versucht, das Ziel zu erreichen, die Wohnungslosigkeit in Landau aktiv zu bekämpfen. Dr. Maximilian Ingenthron, Bürgermeister von Landau, betont, dass die Normalisierung der Wohnverhältnisse der Schlüssel zu weiteren Hilfsangeboten ist. Die Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung bietet präventive Unterstützung und wird sowohl vom Land als auch von der Stadt gefördert, wie Caritas Speyer berichtet.
Die Hoffnung dieser Projekte ist groß: „Die Fähigkeit, selbstständig zu leben, entwickelt sich am besten unter realen Wohnbedingungen“, so ein zentraler Leitgedanke des Housing-First-Ansatzes. Aufbauend auf einem stabilen Wohnraum erhalten die Teilnehmer Unterstützung bei individuellen Problemen wie Sucht oder Arbeitslosigkeit, was die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben dramatisch erhöht. Und auch der Sozialverband VdK fordert eine konsequente Umsetzung des Prinzips allerorts, um den Bedürftigen auch in ländlichen Räumen gerecht zu werden.
Die Herausforderungen im Blick
Dennoch stehen die Projektträger vor Herausforderungen, vor allem bei der Wohnungssuche für langzeitwohnungslose Menschen. Laut AWO Koblenz ist es entscheidend, dass die Akzeptanz des Menschen im Mittelpunkt steht, ohne Vorbedingungen wie Abstinenz oder Therapien. Dieser niedrigschwellige Ansatz soll es den Betroffenen ermöglichen, unter realen Bedingungen zu leben und sich langsam zu stabilisieren.
Insgesamt wurden bereits 63 Menschen in die Projekte aufgenommen, während 59 auf Wartelisten warten. Es ist eine klare Botschaft, die durch Rückmeldungen vieler Beteiligter gestärkt wird: Wir müssen anpacken, um die Wohnungslosigkeit nicht nur temporär zu verwalten, sondern nachhaltig zu beenden. Der Weg ist geebnet, es liegt nur am Engagement aller Beteiligten, diesen neu eingeschlagenen Pfad weiterzuverfolgen.