Friedlicher Protest: 1.000 Menschen zeigen Flagge gegen die AfD!

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Rheinland-Pfalz: 1.000 Menschen demonstrieren in Bad Dürkheim gegen die AfD, organisiert von Initiativen für Vielfalt und Toleranz.

Rheinland-Pfalz: 1.000 Menschen demonstrieren in Bad Dürkheim gegen die AfD, organisiert von Initiativen für Vielfalt und Toleranz.
Rheinland-Pfalz: 1.000 Menschen demonstrieren in Bad Dürkheim gegen die AfD, organisiert von Initiativen für Vielfalt und Toleranz.

Friedlicher Protest: 1.000 Menschen zeigen Flagge gegen die AfD!

In Bad Dürkheim fanden sich am Samstag rund 1.000 Menschen zusammen, um gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD zu demonstrieren. Hierbei besuchte die Bundeschefin der AfD, Alice Weidel, die Veranstaltung in der Salierhalle, wo etwa 600 Teilnehmer anwesend waren. Zu den Anwesenden gehörte nicht der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla, der jedoch ursprünglich angekündigt war. Die Polizei berichtete, die Demonstration sei friedlich verlaufen, organisiert wurde sie unter dem Motto „Aktionsbündnis für Vielfalt und Toleranz“ und „Die Pfalz bleibt bunt“.

Christoph Glogger, ehemaliger Bürgermeister von Bad Dürkheim und Mitorganisator der gegen die AfD gerichteten Demonstration, bezeichnete die Partei als Gefahr für die Demokratie. Er betonte die Notwendigkeit von Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft. Neben Glogger waren verschiedene Parteien, Jugendorganisationen und Initiativen wie „Omas gegen Rechts“ sowie Kirchen vertreten, die ihre Stimme für eine bunte und tolerante Gesellschaft erhoben. Der „Markt der Demokratie“ begann um 11 Uhr auf dem Wurstmarktplatz mit Ständen der unterstützenden Organisationen und bot auch kulturelle Beiträge durch lokale Bands sowie Reden von Gewerkschaftsvertretern.

Druck auf die Stadtverwaltung

Die Stadt Bad Dürkheim sieht sich unterdessen Kritik ausgesetzt für die Genehmigung der AfD-Veranstaltung. Eine Sprecherin der Stadt verwies darauf, dass sie nicht Veranstalterin ist und dass die Genehmigung gemäß Artikel 21 des Grundgesetzes erforderlich war. Die Stadtverwaltung stellte klar, dass politische Parteien öffentliche Einrichtungen nutzen dürfen, solange sie nicht verfassungswidrig sind.

Bei der AfD-Veranstaltung selbst handelt es sich um den Auftakt zu einer Wahlkampagne für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, die im März stattfinden soll. Die Partei strebt an, die 20-Prozent-Marke zu überschreiten und präsentiert ein Programm, das Themen wie direkte Demokratie, eine schärfere Migrationspolitik und eine Rückkehr zur Atomenergie umfasst. Vorab waren Weidel und Chrupalla bereits bei einem Wahlkampfauftakt in Idar-Oberstein zugegen.

Ein Zeichen setzen gegen Rechts

In den kommenden Wochen sind in Rheinland-Pfalz und Umgebung zahlreiche weitere Demonstrationen und Kundgebungen geplant, um ein Zeichen gegen den Rechtsruck zu setzen. Eine Übersicht über diese Mobilisierungen ist auf der Webseite #ZusammenGegenRechts verfügbar. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv für Demokratie und Toleranz einzusetzen und gegen die populistischen Tendenzen Stellung zu beziehen.

Die Demonstration in Bad Dürkheim ist damit Teil eines größeren gesellschaftlichen Engagements, das sich in den letzten Monaten deutlich verstärkt hat. Auch wenn die AfD behauptet, mehr als tausend Interessenten für ihre Veranstaltung in der Salierhalle registriert zu haben, zeigen die Mobilisierungen, dass eine breite Zivilgesellschaft aktiv für Vielfalt und Demokratie einsteht.

Die nächsten Veranstaltungen sind bereits in Planung, um den Zusammenhalt und die Überzeugung der Menschen für eine bunte und demokratische Gesellschaft zu stärken. Weitere Informationen hierzu sind unter n-tv, SWR und Grüne RLP verfügbar.