Nicolas Sarkozy: Elektronische Fußfessel für den Ex-Präsidenten!

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Nicolas Sarkozy: Elektronische Fußfessel für den Ex-Präsidenten!

In einer bemerkenswerten Wendung der Ereignisse wurde Nicolas Sarkozy, der ehemalige Präsident Frankreichs, wegen Korruption verurteilt. Er muss nun ein Jahr lang eine elektronische Fußfessel tragen, sowie zwei Jahre auf Bewährung absitzen. Dies berichtet die Bild. Ein absolutes Novum in der französischen Geschichte, da es das erste Mal ist, dass ein Ex-Präsident eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung auferlegt bekommen hat. Mit drückenden Vorwürfen über Bestechung und unerlaubte Einflussnahme sieht sich Sarkozy einer veritablen juristischen Herausforderung gegenüber.

Das Berufungsgericht in Paris hatte seinen Einspruch gegen das Urteil von 2023 abgelehnt, was bedeutet, dass der Schuldspruch nun rechtskräftig ist. Die Modalitäten für das Tragen der Fußfessel werden dem ehemaligen Präsidenten innerhalb der nächsten drei Wochen mitgeteilt. Sarkozy hat zudem die Möglichkeit, schon vor Ablauf der Hälfte seiner Strafe einen Antrag auf vorzeitigen Straferlass zu stellen, da er im Januar 70 Jahre alt wird.

Rechtliche Probleme und Auswirkungen

Insgesamt sieht sich Sarkozy mit drei Jahren Haft konfrontiert, von denen nur ein Jahr tatsächlich abzusitzen ist. Seine Bürgerrechte sind für die nächsten drei Jahre ausgesetzt, was bedeutet, dass er nicht an Wahlen teilnehmen darf. Auch seine langjährigen Vertrauten, sein Anwalt Thierry Herzog und der Jurist Gilbert Azibert, wurden zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt, davon zwei Jahren auf Bewährung.

Sarkozy hat außerdem noch weitere rechtliche Auseinandersetzungen vor sich. Er steht bereits wegen überhöhter Wahlkampfkosten seiner gescheiterten Wiederwahl im Jahr 2012 unter Anklage. Zudem wird gegen ihn wegen mutmaßlicher millionschwerer Unterstützung aus Libyen für seinen Wahlkampf 2007 ermittelt.

Wie berichtet wird, beteuert Sarkozy seine Unschuld und bezeichnet die Entscheidung des Gerichts als ungerecht. Er plant, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anzurufen, um gegen die Strafe vorzugehen. Der Vorwurf, seine Handlungen hätten die Unabhängigkeit der Justiz gefährdet, hat dabei einen enormen Sprengstoff.

Insgesamt leisten in Frankreich etwa 15.500 Verurteilte ihre Strafe durch das Tragen einer elektronischen Fußfessel ab, was zu einem Umdenken im Justizsystem führt, indem kürzere Haftstrafen oft in diese Art der Absolution umgewandelt werden. Die Situation um Sarkozy bleibt also weiterhin spannend und könnte erhebliche Folgen für seine politische Laufbahn haben.

Für weitere Details zu Sarkozys Verurteilung lesen Sie die Berichterstattung auf Tagesschau und ZDF.