Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht: Erinnern und Mahnen in Bad Bergzabern

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Gedenkveranstaltung in Landau erinnert an Pogromnacht 1938, thematisiert aktuellen Antisemitismus und stärkt den interkulturellen Dialog.

Gedenkveranstaltung in Landau erinnert an Pogromnacht 1938, thematisiert aktuellen Antisemitismus und stärkt den interkulturellen Dialog.
Gedenkveranstaltung in Landau erinnert an Pogromnacht 1938, thematisiert aktuellen Antisemitismus und stärkt den interkulturellen Dialog.

Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht: Erinnern und Mahnen in Bad Bergzabern

Am 9. November 2025 wurde in Bad Bergzabern eine Gedenkveranstaltung zum Pogromnacht-Gedenken abgehalten, die sich an die schrecklichen Ereignisse von 1938 erinnerte. Rund 80 Anwesende versammelten sich, um nicht nur den Opfern der damaligen Gewalt zu gedenken, sondern auch um über das zunehmende Erstarken rechter Gesinnungen in der heutigen Zeit zu diskutieren. Diese Veranstaltung wird seit vielen Jahren vom SPD-Ortsverein organisiert und war heuer besonders eindrucksvoll, da David Rosenberg, der Vorsitzende des jüdischen Studierendenverbandes Hinenu, erstmals als Redner auftrat.

Rosenberg brachte eine besorgniserregende Botschaft mit: Der gegenwärtige Antisemitismus und der Hass auf Minderheiten seien spürbar präsent. Besonders eindrücklich war seine Schilderung von Gesprächen mit Freunden in Israel, die ihn gefragt hätten, warum er denn in Deutschland bleibe. Diese Fragen verdeutlichen die anhaltende Unsicherheit und die Sorgen, die viele Menschen haben, die eine Verbindung zur jüdischen Gemeinschaft in Deutschland pflegen.

Erinnerungen an die Vergangenheit

Die Reden der Anwesenden waren von einem gemeinsamen Anliegen geprägt: der Erinnerung an die Gräueltaten von 1938. Pfarrer Stefan Häußler erinnerte an Edith Stein, eine Jüdin, die 1942 in Auschwitz ermordet wurde. Auch Kreisbeigeordneter Werner Schreiner sprach von den Deportationen der letzten drei Juden aus Bad Bergzabern nach Gurs. In dieser historischen Rückschau stand die Frage im Raum, wie es so weit kommen konnte und welche Verantwortung wir heute tragen.

Dekan Dietmar Zoller stellte fest, dass die Juden zu Beginn der Gewalteskalation auf das Wohlwollen ihrer Nachbarn setzten. Bürgermeisterin Katrin Flory (SPD) ergriff das Wort und wies darauf hin, dass die Vielfalt der Menschen eine Stärke unserer Gesellschaft darstellt. Stadtbürgermeister Hermann Augspurger (FWG) hingegen äußerte Zweifel, ob das gelobte „nie wieder“ tatsächlich Bestand haben wird.

Aktuelle Bezüge zum Antisemitismus

Die Gedenkveranstaltung war nicht nur eine Rückschau, sondern auch ein Warnsignal. In der heutigen Zeit, in der fremdenfeindliche Hetze und antisemitische Vorurteile wieder verbreitet sind, stellt sich die Frage, wie aktiv jeder Einzelne gegen solche Tendenzen angehen kann. Die Diskussionen und aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer in Bad Bergzabern zeigen, dass der Wille zur anhaltenden Erinnerung und zum Lernen aus der Geschichte stark vorhanden ist.

Abschließend kann gesagt werden, dass solche Veranstaltungen von unschätzbarem Wert sind, nicht nur um der Vergangenheit zu gedenken, sondern auch um die Gegenwart besser zu verstehen und aus ihr herauszuwachsen. Es liegt an uns allen, die Lehren der Geschichte aufzugreifen und dafür zu sorgen, dass sich die wiederholenden Grausamkeiten der Vergangenheit nicht wiederholen.

Für weitere Informationen über die Gedenkveranstaltung kann rheinpfalz.de besucht werden.

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